„Hat Mund weit aufgemacht“: Früherer Kumpel ätzt gegen deutschen Olympia-Helden
Die Freundschaft zwischen Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund und Marius Lindvik ist am Anzugskandal zerbrochen – der Norweger bemängelt bei Olympia aber auch ein falsches Verhalten des Deutschen. „Wir waren enge Freunde, aber nach der letzten Saison hat er seinen Mund etwas weit aufgemacht in den Medien“, sagte Lindvik am Dienstagabend über Raimund: „Dann wollte ich nicht mehr so eng mit ihm befreundet sein.“ Der Norweger reagierte damit auf Aussagen Raimunds, der am Montag nach seinem Olympia-Gold-Coup von der Normalschanze nähere Einblicke in die Beziehung der beiden gegeben hatte.
„Ich hatte ihn wirklich als Freund betrachtet. Aber nach dem Vorfall in Trondheim fühlte es sich wie ein Verrat an, wie ein Schlag ins Gesicht“, hatte Raimund gesagt. Lindvik war bei der WM 2025 Silber aberkannt worden, weil durch ein geheim aufgenommenes Video eine Manipulation an seinem Anzug aufgedeckt worden war. Der Norweger, der zuvor Weltmeister von der Normalschanze geworden war, bestreitet bis heute, von dem Eingriff gewusst zu haben.

Er habe „dann nicht mehr so eng mit Philipp befreundet sein“ wollen, sagte Lindvik, es sei „traurig, wenn ein Freund Dinge über dich in den Medien sagt“. Dennoch sei es für die Freundschaft „noch nicht zu spät“. Zumindest in dieser Hinsicht besteht wohl grundsätzliche Einigkeit. „Wenn einer von ihnen zu mir käme und sagen würde: ‚Hey, es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist‘, dann würde ich ihnen wahrscheinlich verzeihen“, hatte Raimund über die norwegischen Springer gesagt.
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Am Dienstagabend durfte Lindvik jubeln. Mit den Norwegern holte er im Mixed-Team-Wettbewerb hinter Slowenien die Silbermedaille. Deutschland fehlten mit Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Agnes Reisch und Selina Freitag am Ende 1,2 Punkte auf den Bronze-Rang, den sich Japan sicherte. (sid/mp)
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