Deborah Levi und Laura Nolte liegen zur Halbzeit im Zweierbob vorn.

Deborah Levi und Laura Nolte liegen zur Halbzeit im Zweierbob vorn. Foto: WITTERS

Minister gratuliert! Deutsche Bobs liegen zur Halbzeit auf Goldkurs

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Wenn es mit dem angestrebten dritten Platz im Medaillenspiegel noch etwas werden soll, dann ist für Deutschland Gold im Zweierbob der Frauen eigentlich Pflicht – und zur Halbzeit sieht es diesbezüglich gut aus. Auch zur Freude eines Bundesministers.

Nach zwei von vier Durchgängen liegen die deutschen Schlitten auf den Plätzen 1, 2 und 4. Laura Nolte und Deborah Levi aus Winterberg liegen 0,18 Sekunden vor ihren Landsfrauen Lisa-Marie Buckwitz und Neele Schuten.

Bob bei Olympia: Zuerst lag ein US-Duo vorn

Nach dem ersten Rennen lag noch die US-Kombination aus Kaillie Armbruster Humphries und Jasmine Jones vorn, doch ein schwächerer zweiter Lauf sorgte für 0,23 Sekunden Rückstand auf Nolte/Levi. Zwei Zehntel dahinter haben Kim Kalicki und Talea Prepens auch noch Außenseiterchancen auf eine Medaille.

Weltmeisterin Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d’Ampezzo gereist. Vier Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob gelang ihr gleich im ersten Lauf ein Startrekord, die zweimalige Zweier-Olympiasiegerin Armbruster Humphries (2010, 2014) schlug dank einer sehr sauberen Fahrt und gutem Material aber zurück.

Pistorius mit Glückwünschen im Ziel

Im zweiten Durchgang zeigte Nolte aber die beste Linie, ballte die Faust, hämmerte zufrieden auf ihren Bob und holte sich im Zielbereich die Glückwünsche von Verteidigungsminister Boris Pistorius ab. „Im ersten Lauf waren ein paar Fehler drin, das war ärgerlich, ich war nicht gut an den Lenkseilen“, sagte Nolte danach im ZDF: „Im zweiten war es mega gut, wir sind super zufrieden.“

„Mit Debbie ist es immer schnell“

Für die 27-Jährige wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung. Vor vier Jahren in Peking war sie mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin. Mit Debbie am Start ist es immer schnell und das ist natürlich etwas, was mir ein gutes Gefühl für die Bahn gibt“, hatte Nolte gesagt.

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Am Samstag finden um 19 und 21 Uhr die beiden Abschlussrennen statt. „Es wird spannend“, blickte Nolte voraus und mahnte: „Uns dürfen keine Fehler passieren.“

Am Montag war ihr der Olympiasieg im Monobob im letzten Lauf noch von der 41-jährigen US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor weggeschnappt worden. Der Rückstand betrug nur vier Hundertstelsekunden, nachdem Nolte nach den ersten drei Läufen jeweils geführt hatte. In der Folge flossen viele Tränen. Nolte sprach von einem „verlorenen Gold“, wollte aber wie vor vier Jahren in Peking, als sie nur Vierte im Mono geworden war, die Enttäuschung als „Ansporn“ nutzen. Bisher geht der Plan auf.

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