„Extreme Vorfreude“: Basketball-Weltmeister wollen in Hamburg begeistern
Sie sind in der Stadt! Am Samstag spielen sich die deutschen Basketball-Weltmeister gegen die Niederlande (19.30 Uhr/MagentaSport) für Olympia warm.
Dennis Schröder erobert beim Training in Wilhelmsburg in der Defensive den Ball, sprintet zum Korb und wird bei seinem Wurfversuch gefoult. Von seinen beiden Freiwürfen verwirft er den ersten und versenkt den zweiten souverän im Korb – wie in der letzten Minute des WM-Finales gegen Serbien, als seine Nervenstärke Deutschland den unerwarteten Titel bescherte.
„Wir haben eine Mannschaft mit guter Teamchemie und ohne echte Schwächen“, sagt Schröder, nachdem er seinen letzten Ball geworfen hat, auf dem „Paris 2024“ und die fünf olympischen Ringe eingekerbt sind. Eine Medaille ist das Ziel, in der Gruppenphase trifft die deutsche Mannschaft auf Japan, Brasilien und Gastgeber Frankreich, gegen den es zuletzt einen Testspiel-Sieg in Montpellier gab. „Das Spiel war extrem wichtig, um als Team in einen Rhythmus zu kommen“, sagt Daniel Theis. Es geht um die „game shape“, die richtige Turnierform. „Wir gehören schon zum Favoritenkreis und spielen um eine Medaille mit“, ist Theis optimistisch. Die Vorrunde bestreitet das Team im nordfranzösischen Lille, erst für die K.o.-Spiele würde man nach Paris umziehen.
Herbert fordert: „Wir müssen schneller spielen“
„Wir müssen noch schneller spielen, um uns gegen starke Defensiven durchsetzen zu können“, mahnt Bundestrainer Herbert an: „Meine größte Aufgabe ist es, aus vielen Individuen ein Team zu formen. Voriges Jahr hat das gut funktioniert.“ Zwischendurch lässt er seine Schützlinge einen langen Stab nur mit jeweils einem Finger langsam gen Hallenboden senken. Eine Übung in gemeinschaftlicher Fingerfertigkeit. „Da müssen alle zusammenarbeiten“, erklärt Moritz Wagner, wie der Teamgeist buchstäblich ausbalanciert wird.
Das könnte Sie auch interessieren: „Ein Popstar“: Weltmeister-Athletiktrainer verrät sein Bessermacher-Geheimnis
Alles, damit Schröder und Co. am 10. August um Medaillen kämpfen können – entweder im olympischen Finale oder im Bronze-Match. „Es herrscht eine extreme Vorfreude, bei diesem Event dabei zu sein“, blickt Maodo Lo voraus: „Jetzt geht es erst mal darum, Spielzüge einzustudieren und in den Rhythmus zu kommen.“ Die nächste Gelegenheit bietet sich am Samstag in der Barclays Arena.