Ebbe Andersson völlig frustriert nach ihrem Staffel-Einsatz

Die sechsmalige Weltmeisterin Ebba Andersson war nach ihrem Sturz-Rennen total frustriert. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Matthias Schrader

„Echt kriminell“: Sturz-Festival sorgt für Dramen in der Staffel

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Die deutschen Skilangläuferinnen um Peking-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler haben bei den Winterspielen von Mailand und Cortina die erhoffte Staffel-Medaille verpasst. Nach einem Einbruch von Startläuferin Laura Gimmler landete das DSV-Quartett beim deutlichen Sieg Norwegens in einem Sturz-Festival trotz einer tollen Aufholjagd auf Platz vier. Ein extremes Drama erlebte Schwedens Langlauf-Star Ebba Andersson.

„Die Bedingungen waren echt kriminell, wir sind hier schließlich immer noch bei Olympia. Immerhin war es für alle gleich“, sagte Hennig Dotzler nach wilden 4 x 7,5 Kilometern im Regen von Val di Fiemme. Die deutsche Mannschaft blieb zwar im Gegensatz zu vielen anderen Ländern im tiefen Schnee ohne Crash, war aber schon früh zu weit zurückgefallen. „Wir kämpfen bis zum Schluss, gewinnen und verlieren zusammen“, sagte Hennig Dotzler.

Top-Favorit Schweden erlebt Drama um Ebba Andersson

Norwegen mit Schlussläuferin Heidi Weng, die nach fünf WM-Titeln mit 34 Jahren erstmals Gold holte, lag am Ende 50,9 Sekunden vor den hochfavorisierten Schwedinnen, die ein Drama erlebten: Dreifach-Weltmeisterin Ebba Andersson landete auf dem zweiten Abschnitt gleich zweimal im Schnee, verlor einen Ski und viel Zeit. Angeführt von seinem Star Frida Karlsson stürmte Schweden noch von Platz acht zu Silber. Bronze ging an Finnland (1:14,7), Deutschland lag 1:36,0 Minuten zurück.


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Topsprinterin Gimmler (Oberstdorf) war kurz vor dem Wechsel weit zurückgefallen, nachdem sie am letzten langen Abstieg hatte abreißen lassen müssen, und übergab nur auf Platz zehn. Hennig Dotzler, Helen Hoffmann (Oberhof) und Pia Fink (Bremelau) versuchten alles, die starke Fink kam aber nicht mehr ganz an Finnlands Schlussläuferin Jasmi Jönsuu heran.

2022 gewann Deutschland in Peking Olympia-Silber

Seit 2002, als das Quartett um Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad sensationell Olympiasieger wurde, holten die deutschen Frauen mit Ausnahme 2018 (Platz sechs) stets eine Medaille. 2022 in Peking gab es Silber, damals liefen Katherine Sauerbrey und Hennig Dotzler die beiden Klassik-Parts. Im Freistil kamen Sofie Krehl, die auch in Val di Fiemme zum deutschen Team gehört, und die derzeit nach einem positiven Dopingtest suspendierte Victoria Carl zum Einsatz.

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Am Sonntag (12 Uhr/ARD und ZDF) steht das Staffelrennen der Männer an, das deutsche Quartett besitzt nur geringe Medaillenchancen.

Slapstick-Szenen bei Schweden in der Langlauf-Staffel

Für die Schwedinnen wurde der Tag trotz Silber vor allem durch den Sturz-Ärger von Ebba Andersson geprägt. Die skandinavische Skilangläuferin hat in der olympischen Staffel einen mittleren Albtraum durchlebt. Die dreimalige Weltmeisterin von 2025, die an Position zwei für die Topfavoritinnen ins Rennen gegangen war, stürzte am Samstag gleich zweimal heftig – durch die vielen Schweden-Fans unter den 9000 Zuschauern in Val di Fiemme ging beide Male ein Aufschrei.

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Beim zweiten Sturz überschlug sich Andersson, verlor dabei die Bindung am rechten Ski und musste auf nur einem Ski Richtung Ziel „joggen“. Als dann endlich ein Betreuer mit einem Ersatzski Richtung Andersson lief, stürzte dieser ebenfalls und landete kopfüber im Schnee. Mit großem Rückstand übergab die untröstliche Andersson auf Schwedens Topstar Frida Karlsson. (sid/mp)

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