Deutsche Rodlerinnen auf Goldkurs! Taubitz führt zur Halbzeit vor Jungstar Fräbel
Die deutschen Rodlerinnen haben bei den Olympischen Winterspielen Kurs auf einen Doppelsieg genommen. Einen Tag nach dem Gold von Max Langenhan im Einsitzer setzte sich Weltmeisterin Julia Taubitz vor der erst 22 Jahre alten Merle Fräbel nach zwei von vier Läufen an die Spitze. Beide Deutsche knackten mit ihrem Schlitten den Bahnrekord.
Zuerst war Fräbel dran: 52,590 Sekunden im ersten Durchgang – so schnell war noch keine Rodlerin im Cortina Silding Center gewesen. Schon das Testevent im November hatte die Olympia-Debütantin gewonnen. Doch Taubitz konterte in Champion-Manier mit 52,550 Sekunden im zweiten Lauf und schnappte sich den Bahnrekord.
Taubitz liegt 61 Tausendstel vorn
In der Addition liegt die 29-jährige Taubitz vor den beiden letzten Durchgängen am Dienstag schlanke 61 Tausendstel Sekunden vor ihrer jungen Rivalin. Die Lettin Elina Bota liegt bereits 0,495 Sekunden hinter ihr.
Gold gegen das Trauma?
Taubitz, die vor vier Jahren in Peking im zweiten Lauf gestürzt und in der Folge nur Siebte geworden war, will in Norditalien ihr olympisches Trauma überwinden. Gesucht wird die Nachfolgerin der mittlerweile zurückgetretenen Natalie Geisenberger, die in Peking mit ihren Goldmedaillen fünf (Einzel) und sechs (Teamstaffel) zur erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin aufgestiegen war.
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Historisch gesehen stehen die BSD-Athletinnen unter Druck: Seit 1998 kam die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland.
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