Susanne Kreher, Axel Jungk, Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer bejubeln ihre Skeleton-Olympia-Medaille

Susanne Kreher, Axel Jungk, Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer (v.l.) dürfen sich über ihre Olympia-Medaillen freuen. Foto: imago/GEPA pictures

„Das ist ja unfassbar“: Deutsche Skeleton-Asse erleben Hundertstel-Drama bei Olympia

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Etwas verloren standen die deutschen Skeleton-Asse im Zielraum herum. Der Traum vom ersten Olympia-Gold in Cortina d’Ampezzo war soeben dramatisch geplatzt – und doch durften sich die „Bäuchlings-Rodler“ über herausragende olympische Tage freuen: Denn auch im Mixed-Team gab es zum Abschluss Silber durch Axel Jungk und Susanne Kreher sowie Bronze für Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer. Für Deutschland stehen in der kleinsten Schlittensportart am Ende überragende sechs Medaillen in drei Rennen.

„Damit war überhaupt nicht zu rechnen“, sagte Thomas Schwab, Vorstand des deutschen Schlittenverbands BSD: „Das war eine großartige Performance unserer Skeletonis, wie sie hier in Cortina die Medaillen gesammelt haben.“ Eine goldene war nach fünf Renntagen eben nicht dabei, „das wäre schon schön gewesen“, bekannte Schwab: „Wir haben schon ein bisschen drauf spekuliert. Aber hey – wir müssen zufrieden sein mit dem, was wir haben. Das ist ja unfassbar.“

Deutschland muss sich nur Weston geschlagen geben

Zu stark war am Sonntagabend schon wieder der Brite Matt Weston, bereits Olympiasieger im Einzel, der mit Tabitha Stoecker zu Gold raste. 17 Hundertstel fehlten Jungk und Kreher auf die Sieger, nur eine Hundertstelsekunde trennte die beiden deutschen Duos.

Kreher räumte bei ihrem Olympiadebüt damit gleich zwei Medaillen ab, wie Jungk hatte sie im Einzel von Cortina bereits Silber gewonnen. Jungk schaffte es nach zweimal Olympiasilber im Einzel (Peking und nun Cortina) zum dritten Mal auf das Treppchen bei Winterspielen. „Hätte mir jemand gesagt, dass ich mit zwei Silbernen nach Hause gehe, hätte ich das nicht geglaubt“, sagte Jungk: „Auch wenn es heute ein bisschen wehtut, weil ich das Ziel Gold hatte.“

Grotheer und Pfeifer haderten mit Silber im Skeleton

Grotheer und Pfeifer hatten im Einzel schon jeweils Bronze gewonnen. Auch sie waren glücklich, aber auch sie haderten ein bisschen. „Saubitter“ nannte Peking-Olympiasieger Grotheer das Resultat. „Dass es so knapp war, macht es fast ein bisschen ärgerlich“, sagte Pfeifer, Silber-Gewinnerin im Einzel 2018: „Heute war wirklich alles drin. Aber ich bin sehr froh.“

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Wie die Rodler zuvor sicherten sich die Skeleton-Asse in jedem Rennen mindestens eine Medaille, der Eiskanal bleibt für das Team Deutschland ein sicherer Medaillenlieferant. Auch die Aussichten bei den Bobs sind in der zweiten Olympiawoche glänzend. (mp/sid)

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