„Nur“ Eiskunst-Bronze: Zerbricht jetzt das deutsche Olympia-Paar?
Die deutschen Eiskunstläufer Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben ihre gemeinsame sportliche Zukunft nach dem Gewinn von Paarlauf-Bronze bei Olympia in Mailand offengelassen. „Kein Kommentar dazu“, antwortete Hase mit einem Lachen auf die Frage, ob man vorhabe, bis zu den nächsten Winterspielen in den französischen Alpen 2030 als Eis-Paar weiterzumachen.
„Wir werden die Saison beenden, den Sommer genießen, ein bisschen freimachen. Ich habe einen Bundeswehr-Lehrgang. Dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lang und in welchem Rahmen“, sagte Hase. Als letzter großer Wettkampf steht die WM in Prag (24. bis 29. März) im Kalender.
„Einfach sehr stolz“: Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin holen in Mailand Bronze

In Mailand war das Top-Paar der Deutschen Eislauf-Union (DEU) acht Jahre nach dem Olympiasieg von Aljona Savchenko/Bruno Massot zu Bronze gelaufen. Hase/Volodin, die nach dem Kurzprogramm in Führung gelegen hatten, rutschten nach einer nicht fehlerfreien Kür mit 219,09 Punkten noch hinter die überragenden japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara (231,24) und Anastassia Metelkina/Luka Berulawa aus Georgien (221,75).
Trotz des geplatzten Gold-Traums überwog bei Hase, die mit Volodin beim Schaulaufen am Samstag noch einmal auf das olympische Eis zurückkehren wird, die Erleichterung, „dass es gereicht hat für eine Medaille.” Die Farbe sei egal: „Wir sind einfach sehr stolz, dass wir eine Medaille mit nach Hause nehmen dürfen bei unserem ersten gemeinsamen Olympischen Spielen nach drei Jahren zusammenlaufen. Ich glaube, das können nicht viele von sich behaupten.“ (sid)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.