Max Verstappen und Helmut Marko

Helmut Marko und Max Verstappen hatten ein enges Vertrauensverhältnis zueinander. Foto: imago/Nordphoto

„Gebe mir zum Teil die Schuld“: Verstappen-Boss begründet seinen Rücktritt

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Nach dem Aus als Motorsportberater des Teams Red Bull hat Helmut Marko in den höchsten Tönen vom viermaligen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen gesprochen und Selbstkritik geübt.

„Max hat auch in diesem Jahr eine grandiose Saison abgeliefert, vielleicht seine beste überhaupt. An ihm lag es nicht, sondern an uns“, sagte der Österreicher dem Münchner „Merkur/tz“: „Wir haben ihm nicht oft genug ein Auto hingestellt, das auf Augenhöhe mit ihm war. Da gebe ich mir auch zum Teil die Schuld mit und deshalb wollte ich auch jetzt aufhören.“

Verstappen, der von 2021 bis 2024 jeweils Weltmeister geworden war, verpasste in diesem Jahr seinen fünften Titel in Folge. Zeitweise lag er mehr als 100 Punkte hinter der Spitze zurück. Verstappen kämpfte sich im Laufe der Saison heran, am Ende fehlten ihm aber zwei Punkte auf den neuen Champion Lando Norris (England/McLaren).

Marko: „Wir gingen sehr freundschaftlich auseinander“

Marko hatte kurz nach dem Finale in Abu Dhabi zu Monatsbeginn seinen Rücktritt erklärt.
„Ich wollte nicht mehr reisen, der Zeitpunkt war richtig“, sagte der 82-Jährige. Die Red-Bull-Entscheider „wollten zwar, dass ich noch meinen Vertrag erfülle, der bis Ende 2026 lief, aber dann zeigten sie Verständnis. Wir gingen anders als zum Teil berichtet wurde sehr freundschaftlich auseinander.“

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Marko hatte Verstappen zum Formel-1-Debüt verholfen, als der Niederländer gerade einmal 17 Jahre alt gewesen war. Auch bei der Ära von Sebastian Vettel, mit dem Red Bull ebenfalls vier Weltmeisterschaften feierte, war der Österreicher prägend.

Vettel und Verstappen haben „dominiert“

Beide seien unterschiedlich gewesen, hätten aber „dominiert“, sagte Marko: „Vettel ging das ganze analytischer an, verbrachte Stunden um Stunden mit den Ingenieuren, um das letzte aus dem Auto herauszuholen. Max verließ sich am Anfang mehr auf seinen natürlichen Instinkt, ist heute aber zum Fahrer gereift, der genau weiß, was er will und auch ein Team führen kann.“

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Verstappen sei „speziell. Superschnell, supertalentiert, dabei extrem fokussiert“, so der frühere Fahrer: „Mit keinem anderen Piloten hatte ich eine engere Verbindung. Er hat standhafte Werte, die ich nur Menschen zuordnen würde, die auch einen guten Charakter haben. Diese Mischung ist äußerst selten.“ (sid/hmg)

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