Wilde Nummern in Hamburgs Fußball: Teutonia gibt auf – Scheidungs-Zoff bei Concordia

Michael Kobert brüllt auf dem Platz und klatscht in die Hände
Teutonia-Kicker Michael Kobert am vergangenen Sonntag beim Regionalliga-Derby gegen die HSV-U21 (1:1)

Das Spiel bei Holstein Kiel II am Sonntag wird für Teutonia 05 zum Auftakt eines wochenlangen Abschieds: Die Ottenser ziehen sich im Sommer aus der Regionalliga zurück, nach dem Absprung einiger Sponsoren waren die früher gehegten Drittliga-Träume schon lange Vergangenheit. Nach fünf Jahren mit neun Trainern und drei Hamburger Pokalsiegen geht es nun zurück in die Oberliga – oder gar noch tiefer, falls der Verein für Hamburgs höchste Klasse keine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenbekommt.

Beim abstiegsbedrohten Oberligisten Concordia herrscht großes Stühlerücken, seitdem dem scheidenden Präsidenten Matthias Seidel verwehrt wurde, die Fußball-Abteilungsleitung der Wandsbeker zu übernehmen. Trainer Thomas Runge und Sportchef Frank Pieper-von Valtier kündigten zum Saisonende und wurden daraufhin sofort freigestellt – vom neuen Vorstand, der Seidel (zudem Geldgeber) „vereinsschädigende Äußerungen“ vorwarf.

Oberligist Concordia trifft am Sonntag auf TuS Dassendorf

Die neue Führungscrew um Manuel Demir und Ali Özünal befürchtet eine zu große Abhängigkeit von Seidel, der inzwischen als Präsident zurücktrat – während das Oberliga-Team vorm Spiel am Sonntag in Dassendorf auf einem Abstiegsplatz verharrt.

Manches Band im Amateurfußball hält dagegen über Entlassungspapiere hinaus. „Er gibt im Training immer Gas und ist fleißig, ich freue mich extrem für ihn“, lobte Eisenbahn-Trainer Jan-Philipp Rose seinen Joker Ede Zimmermann, der nach seiner Einwechslung mit zwei Treffern für den 4:2-Erfolg der Bahner beim Eimsbütteler TV sorgte.

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Über den Doppelpack freute sich auch Roses Vorgänger: Ex-Coach Berkan Algan ist der Schwiegervater von Zimmermann, der am Freitagabend zu Hause gegen Sasel auf einen Startelf-Platz hofft.