„Vielleicht haben wir überperformt“: So plant der neue Boss von Altona 93
Wenn das Wetter mitspielt, wird die Begrüßung von Werder Bremen eine der ersten Amtshandlungen von Ragnar Törber sein. Der bisherige Vize wurde am Dienstag zum neuen Präsidenten von Altona 93 gewählt. Gelingt es dem Verein unter seiner Ägide, sich in der Regionalliga zu etablieren?
Es ist zwar „nur“ die U23 von Werder, die am Samstag (15.30 Uhr) an der Adolf-Jäger-Kampfbahn vorbeischaut, sollte die Partei nicht abgesagt werden. Aber für Altona ist es ein eminent wichtiges Spiel: Vier Niederlagen in Folge haben den Aufsteiger auf einen Abstiegsplatz stürzen lassen, zuletzt gab es ein ernüchterndes 1:6 in Meppen.
„Meppen hat Drittliga-Voraussetzungen“, ordnet Törber die jüngste Schlappe ein: „Da muss für uns schon sehr viel zusammenkommen, um sie ärgern zu können.“ Wie etwa im Hinspiel, als Altona den Emsländern ein spektakuläres 4:4 abrang und nach eigener 4:1-Führung über die Punkteteilung sogar enttäuscht war. „Vielleicht haben wir am Anfang etwas überperformt“, blickt der Architekt auf den guten Saisonstart zurück, „aber es ist immer noch dieselbe Mannschaft.“
Altona 93: Ragnar Törber löst Dirk Barthel als Präsident ab
Im neuen Jahr kehren einige Verletzte zurück, der sportliche Erfolg bestenfalls auch. Als Vereinschef ist Törber aber für die langfristige Entwicklung zuständig. „Wir müssen weiter Strukturen aufbauen und langsames Wachstum anschieben“, sagt der Nachfolger des 26 Jahre lang amtierenden Dirk Barthel: „Die vergangenen drei Jahre haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Drogen-Revolution: Der Polizeipräsident erklärt im MOPO-Interview seine Pläne
- Neue Deutsche: Wir haben frisch eingebürgerte Hamburger gefragt, was sie in Zeiten von AfD und „Stadtbild”-Debatte bewegt
- Öko-Sekte: Harmlose Weihnachtsmarktstände oder doch mehr? Eine Spurensuche
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 20 Seiten Sport: HSV-Derby gegen Werder: Vorzeichen, Chancen und was auf dem Spiel steht
- 28 Seiten Plan 7: Jetzt im Kino! „Stromberg”, der Chef aus der Hölle, ist zurück
Nach dem Werder-Spiel reisen die AFC-Kicker am 7. Dezember zum Bremer SV, danach ist zwei Monate Pause. Zeit zur Besinnung und zur Reflexion, wie der dritte Regionalliga-Abstieg nach 2018 und 2022 vermieden werden kann. Eines verspricht Törber schon jetzt: „Wir werden nicht immer darauf verweisen, dass wir den kleinsten Etat haben.“
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.