Spring-Derby soll Booster für Hamburgs Olympia-Bewerbung werden
Am 31. Mai wird in Hamburg darüber abgestimmt, ob sich die Hansestadt für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele bewerben soll. Damit das Referendum nicht wie zuletzt im November 2015 wieder scheitert, wird diesmal ganz bewusst auch auf positive Emotionen gesetzt. Helfen soll dabei unter anderem das Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek.
Vom 13. bis 17. Mai heißt es wieder Derby-Time in Hamburg. Die nächste Auflage der Traditionsveranstaltung steht auf dem Programm. Der Vorverkauf läuft wie in den vergangenen Jahren sehr gut, erklärte Turnierchef Matthias Rath am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Hotel Grand Elysée. Insgesamt werden an den fünf Turniertagen erneut gut 90.000 Besucher in Klein Flottbek erwartet. Zu ihnen wird auch Staatsrat Christoph Holstein gehören.
Staatsrat hofft auf viele positive Derby-Emotionen
Holstein, der im Senat für den Bereich Sport zuständig ist, will das Derby nutzen, um noch einmal kräftig für Olympische Spiele in Hamburg zu trommeln. Dass das Reitsportspektakel zwei Wochen vor der Olympia-Abstimmung stattfindet, passt bestens in den Zeitplan. Die traditionell gute und emotionale Stimmung in Klein Flottbek soll zu einem Ja für eine Olympia-Bewerbung beitragen.

„Der Punkt Emotionen ist wichtig, um zu motivieren und Leute positiv zu bewegen“, sagt Holstein, der sich erhofft, dass die Begeisterung für den Sport und der positive Eindruck der Veranstaltung auch Auswirkungen auf die wenig später stattfindende Olympia-Abstimmung haben. Informieren will der Senat über alles auch beim Derby noch einmal direkt.
Für Olympia in Klein Flottbek reicht der Platz noch nicht
Fest steht bereits: Sollte Hamburg am 31. Mai für eine Bewerbung um die Sommerspiele stimmen und die Stadt am Ende auch den Zuschlag für die Austragung erhalten, würden die olympischen Spring- und Dressur-Wettbewerbe in Klein Flottbek ausgerichtet werden. Dafür müsste die Zuschauerkapazität auf der Anlage dann allerdings erhöht werden.
Der Derby-Park soll umgebaut werden
Dies soll jedoch nicht mit einem kompletten Neubau in Klein Flottbek geschehen, sondern vor allem mit temporären Bauten. Holstein: „Ein ganz wichtiger Punkt in der öffentlichen Diskussion ist, dass die Bewerbung sich dadurch auszeichnet, dass sie auf den Bau großer Projekte, die wir nur für die Ausrichtung der Spiele bauen, verzichten würde. Wir wollen bestehende Sportstätten nutzen.“
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Bevor es dazu kommt, braucht es erst einmal das Ja der Hamburger. Die heiße Phase in dieser Frage beginnt im Mai. Dann wird längst nicht nur noch einmal in Klein Flottbek Werbung gemacht. Zeitgleich mit dem Spring-Derby treten die Top-Golferinnen Europas bei den German Masters auf der Anlage Green Eagle in Winsen an, in der Fußball-Bundesliga steht der letzte Spieltag der Saison auf dem Programm, und am Rothenbaum beginnt das Tennisturnier. Überall will der Hamburger Senat präsent sein, Fragen zu Olympia beantworten und von der Sportbegeisterung in und um Hamburg profitieren.
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