„Spezieller Typ“: Hamburger Oberliga-Knipser trainierte unter deutschem Weltmeister
Er hat alles für den großen Traum gegeben. Selim Ajkic wollte unbedingt Fußballprofi werden, „aber es sollte nicht sein“, sagt er heute. Jetzt ist der 25-Jährige die personifizierte Tormaschine des Oberliga-Klubs TSV Sasel.
28 Tore hat Ajkic in 27 Ligaspielen für die Saseler geschossen, ist bei der viertbesten Offensive der Liga damit für mehr als ein Drittel aller Tore verantwortlich. „Ich bekomme das Vertrauen vom Trainer“, nennt der Stürmer seinen Übungsleiter Jan Ramelow als einen Grund, „und dann schieße ich auch meine Tore.“
Selim Ajkic kam über Umwege zu Sasel in die Oberliga
Sein Weg, der ihn schließlich zum TSV Sasel führte, begann in der Jugend beim HSV Breitensport, ging über Niendorf und Norderstedt in den Nachwuchs von Holstein Kiel. Dort wurde ihm die Perspektive bis in die U23 unter dem heutigen Leipzig-Trainer Ole Werner aufgezeigt, aber Ajkic wurde unglücklich und wechselte nach einem halben Jahr in Südtirol zu Viktoria Köln, wo er unter Rom-Weltmeister Jürgen Kohler in der U19-Bundesliga spielte. „Ein spezieller Typ“, erinnert sich der Linksfuß.
Danach klopfte er in Lotte und Österreich immer mal wieder an die Profi-Tür, die aber nie ganz aufging. Zwischendrin ging es im Wechsel mit den Profi-Versuchen regelmäßig zurück nach Hamburg (Concordia, Altona, HSV III), ehe er den Traum vom Profifußball endgültig abhakte. „Ich dachte schon, ich höre ganz auf“, sagt Ajkic, der in der Zeit heiratete und mit seinem Bruder eine eigene Firma gründete.
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Dann überzeugte ihn sein jetziger Trainer Jan Ramelow vom TSV Sasel. „Willst du wirklich aufhören, hat er mich gefragt“, berichtet Ajkic. Die Antwort war „nein“. Nun hat der Wandervogel seinen Frieden mit seinem Traum gefunden und ist mit 28 Toren zweitbester Schütze der Oberliga. Nur Erolind Krasniqi vom ETSV hat mehr (32). Ob er es bei entsprechenden Angeboten doch noch einmal höher versuchen würde? „Sag niemals nie“, schmunzelt Ajkic.
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