„Noch nicht am Maximum“: Hamburger Klub mit kleiner Drohung an die Konkurrenz

Spieler des ETSV Hamburg heben die Arme nach oben
Erst die Hände hoch, dann auch der Verein? Die Eisenbahn will das Signal auf Durchfahrt in die Regionalliga setzen.

Mit der S-Bahn Linie 2 zum Hauptbahnhof und dann mit dem Regionalexpress 4 in die Nordheide: Die Kicker des Eisenbahner TSV könnten sich von ihrem Sitz am Mittleren Landweg ganz stilecht zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte aufmachen. Mit einem Sieg am Sonntag bei Buchholz 08 wäre der ETSV zum ersten Mal Herbstmeister der Oberliga Hamburg.

Geht es nach Trainer Jan-Philipp Rose, fände aber auch die Rückfahrt keineswegs im Partywagen statt. „Herbstmeister ist ein Bonus, aus dem ich mir nichts mache“, sagt der 39-Jährige, der für Eintracht Norderstedt 124-mal in der Regionalliga verteidigt hat.

Eisenbahn TSV will Meister der Oberliga Hamburg werden

Dort wollen die Eisenbahner hin, um zu Spielen auch mal in Flensburg, Bremen und Hannover zu halten. Ärgster Konkurrent des ETSV ist der ETV aus Eimsbüttel (Sonntag in Sasel), von denen ein Ex-Spieler jetzt ausgerechnet für die Eisenbahn knipst. Keine Tickets, sondern Tore: Der beim ETV groß gewordene Dominik Akyol feierte beim jüngsten 4:0 gegen HEBC sein Tor-Debüt.

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Das direkte Duell im September hatte Akyol noch verloren, ETV-Trainer Can Schultz nannte das 3:1 seiner Elf bei der Eisenbahn gegenüber der MOPO damals einen Erfolg vom „Haus der Jugend gegen das Haus des Geldes“ – schließlich ist es kein Geheimnis, dass die Rose-Kicker für ihre Bemühungen besser entlohnt werden als mancher Konkurrent.

„In dem Spiel waren wir beide zu eigensinnig“, räumte Eisenbahns Torjäger Ero­lind Krasniqi (24 Treffer) nun gegenüber der Amateurfußball-Website „fussi­freunde.de“ ein – und meinte damit sich und Edelfuß Nick Selutin, der auch schon zehn Buden verbucht hat. Ansonsten widersprach er dem Bild einer maßgeblich monetär motivierten Mannschaft. „Wenn man 20 Neue hat, muss man erst mal zusammenfinden“, sagte der 25-Jährige: „Aber wie jeder Einzelne für die Sache brennt, das macht uns sehr stark.“

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Dampfloks, die mit Kohle betrieben werden, sind schon etwas länger aus der Mode gekommen. Aber wenn es nach Krasniqi geht, dann können auch die heutigen Eisenbahner immer noch eine Schippe drauflegen. „Ich glaube“, sagt der Kicker mit 14 Einsätzen für Skënderbeu Korçë in der höchsten Liga Albaniens, „dass wir noch nicht am Maximum sind.“