Nächste Absage! Wie sollen Hamburgs Amateure die Saison zu Ende spielen?
Eis, Schnee und Regen haben den Amateurfußball fest im Griff. Auch am Wochenende finden in Hamburg keine Spiele statt, langsam wird die Zeit bis zum Saisonende knapp. „Das wird ein absolut knackiges Programm“, sagt Marius Nitsch, Trainer des Oberliga-Fünften USC Paloma. Seine „Tauben“ sollen bis Mitte Mai noch 16 Punktspiele bestreiten, außerdem stehen die Barmbeker im Viertelfinale des Landespokals – macht bis zu drei weitere Partien.
Dabei hat Paloma seit Januar nur zwei Trainingseinheiten auf dem eigenen Kunstrasen absolvieren können. „Die Vorbereitung war eher ein Hopping von Fitnessstudio zu Turnhalle“, berichtet Nitsch, der seine Kicker am Donnerstag am Alten Teichweg zum Beachvolleyball bat. Ausdauer und Ablenkung sind möglich, anderes kaum, sagt der Coach: „Fußballerische Dinge im Training einzustudieren, fällt praktisch weg.“
Auch USC Paloma steht vor vielen Englischen Wochen
Der Hamburger Fußball-Verband hat seinen Rahmenterminkalender bereits zum zweiten Mal angepasst, nun soll es ab dem 27. Februar weitergehen. Auch wenn das klappt, stehen fast alle Mannschaften vor Englischen Wochen und Nachholspielen in den Ferien. Viele von ihnen haben 2026 kaum oder gar nicht mit Ball trainiert und stehen quasi vor einem Kaltstart.
„Da schwingt ein Verletzungsrisiko mit“, taxiert Nitsch und setzt darauf, dass seine Spieler sich im Gym individuell fit gehalten und gesundheitliche Gefahren minimiert haben. Dann könnte es erneut mit dem Einzug ins Hamburger Pokalfinale klappen – es wäre am 23. Mai das 19. Spiel von Paloma in 84 Tagen.