Aston Villa kommt, HSV und Werder auch: Hauch von Europapokal mitten in Hamburg

U7-Turnier des SC Victoria im Stadion Hoheluft
Die Junioren des SC Victoria begrüßen zahlreiche europäische Klubs an der Hoheluft.

Das Endspiel um die Champions League findet am 30. Mai in Budapest statt. Talentierte Neunjährige müssen sich nicht so lange gedulden – sie spielen schon am Samstag beim SC Victoria einen internationalen Champion aus.

Knapp 300 Jungen und Mädchen aus dem 2016er-Jahrgang bevölkern dann ab 10 Uhr das Hoheluft-Stadion. Zwei Dutzend Teams aus sieben Ländern streiten auf vier Kleinfeldern um den „Vicky Champions Cup“ und verbreiten einen Hauch von Europapokal. Aston Villa, Feyenoord Rotterdam, Pogon Stettin, der FC Brügge und der FC Kopenhagen schicken ihre Talente, von den Bundesliga-Klubs sind der HSV, Werder Bremen, der 1. FC Köln und Union Berlin dabei. Victoria stellt zwei Teams, aber auch der TSV Sasel und Preußen Eberswalde kämpfen in Zwölf-Minuten-Partien um den Pokal. Das Endspiel ist für 18.20 Uhr angesetzt.

SC Victoria will „Begeisterung“ für Kinderfußball schaffen

„Unser Ziel ist es, Begeisterung zu schaffen“, sagt Victorias Fußballabteilungsleiter David Eybächer über das „große, schöne Festival“, das dank engagierter Trainer und Eltern zustande gekommen sei, bei denen viele Spieler der ausländischen Teams auch übernachten. „Das Turnier endet nicht auf dem Spielfeld, sondern geht in die Familien rein“, setzt Organisator Erik Balschun auf einen „kulturellen und internationalen Effekt“.

Das Turnier ist nicht nur ein Höhepunkt für die beteiligten Kinder, sondern markiert auch Victorias Ausrichtung in der Nachwuchsarbeit. Während der HSV und St. Pauli erst ab der U12 auf Leistungsteams setzen, will Vicky zwei Jahre früher beginnen. Balschun versteht das nicht als Absage an Konzepte wie Funino, bei denen der Spaß im Vordergrund steht: „Victoria bildet beide Seiten ab: Wir wollen alle mitnehmen, aber auch eine Plattform für talentierte Spieler bieten.“

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Auch deshalb treten Victorias Talente in der Vorrunde gegen Aston Villa, Brügge und den HSV an. „Da geht es nicht um den Turniersieg, sondern sich mit den großen Teams zu messen und Erfahrung zu sammeln“, erklärt Balschun. „Im deutschen Nachwuchsfußball genießen Breitensportvereine noch eine zu niedrige Wertigkeit“, stellt Eybächer fest: „Die komplette Basisarbeit liegt bei uns. Wir wollen Bedingungen schaffen, dass Top-Talente auch hier wachsen können und nicht unbedingt in das Nachwuchsleistungszentrum eines Profiklubs wechseln müssen.“