Lokalsport

Altona 93 feiert nach hitzigem Auftakt in die Oberliga - bei Victoria wird es wild

Luis Jahraus jubelt im Trikot von Altona 93 auf dem Rasen beim Testspiel gegen FC St. Pauli.
Luis Jahraus konnte die frühe Führung von Süderelbe schnell kontern.

Gelungener Start für Altona 93: Vor 890 Zuschauern gewann der Regionalliga-Absteiger das hitzige Oberliga-Topspiel beim FC Süderelbe mit 2:1. Die Gastgeber verpassten den späten Ausgleich nur um Haaresbreite.

Was für ein Auftakt am Kiesbarg! Vor 890 Zuschauern hat Regionalliga-Absteiger Altona 93 das erste Topspiel der neuen Oberliga-Saison beim ambitionierten FC Süderelbe mit 2:1 (1:1) gewonnen. Der AFC jubelte über einen gelungenen Neustart – Süderelbe dagegen haderte mit vergebenen Chancen und der Verletzung seines Torschützen.

Altona will nach dem direkten Wiederabstieg aus der Regionalliga unter dem neuen Trainer Jan-Philipp Rose sofort wieder oben angreifen. Doch zunächst erwischten die Gastgeber den Traumstart.

Kömürcü trifft in der achten Minute zur Führung für Süderelbe

In der achten Minute brachte Joscha Oguazu den Ball aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum. Osman Güraltunkeser verlängerte sehenswert mit der Hacke, Can Kömürcü ließ seinen Gegenspieler ins Leere laufen und schob überlegt zum 1:0 ein.

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Die Führung hielt allerdings gerade einmal 60 Sekunden. Luis Jahraus bekam an der Strafraumgrenze zu viel Platz und jagte den Ball flach ins lange Eck – 1:1 (9.).

Kömürcü muss früh ausgewechselt werden

Danach ging es ordentlich zur Sache. Schon nach einer Viertelstunde kam es zur ersten Rudelbildung, mehrere Gelbe Karten folgten. Besonders Altonas Abdul Rauf bewegte sich nach mehreren Fouls früh am Rande eines Platzverweises.

Für Süderelbe wurde es nach gut einer halben Stunde noch bitterer: Torschütze Kömürcü fasste sich an den rechten Oberschenkel und musste verletzt ausgewechselt werden (34.). Für ihn kam Alexander Koval.

Kein Platzverweis: Altona 93 im Glück

Altona hatte anschließend Glück, die erste Hälfte mit elf Spielern zu beenden. Rauf leistete sich vor der Pause noch zwei weitere Fouls, durfte aber auf dem Platz bleiben. Trainer Rose reagierte dennoch und nahm sowohl ihn als auch den ebenfalls verwarnten Tayfun Can zur Halbzeit vom Feld.

Die Wechsel zeigten Wirkung. Altona kam besser aus der Kabine und drehte die Partie in der 55. Minute komplett: Pascal El-Nemr eroberte stark den Ball, Jahraus legte von rechts quer und Michael Kobert vollendete frei stehend zum 2:1.

Süderelbe drängt erfolglos auf den Ausgleich

Kurz darauf zappelte der Ball erneut im Süderelbe-Tor, doch El-Nemrs Treffer wurde wegen Abseits nicht anerkannt (63.).

Süderelbe-Trainer Stefan Arlt reagierte und brachte innerhalb weniger Minuten vier neue Spieler. Die Gastgeber erhöhten den Druck, doch Altonas Torhüter Tom Müller und seine Vorderleute hielten stand.

In der Nachspielzeit wird es wild

Luke Sendzik scheiterte an Müller (61.), Michael Ambrosius klärte eine gefährliche Hereingabe beinahe ins eigene Tor (70.) und Maximilian Addai verhinderte gegen Tyrese Boakye in höchster Not den Ausgleich (80.). Auch einen Distanzkracher von Blerim Qestaj entschärfte Müller (82.).

In der langen Nachspielzeit wurde es noch einmal wild. Erst verpasste Altonas Evailton Fernandes die Entscheidung, dann rückte sogar Süderelbes Torhüter Simon Heinbockel bei einer Ecke mit nach vorn.

Süderelbe sorgt sich um Torschütze Kömürcü

Die größte Chance zum 2:2 hatte schließlich Ardit Demiri. Nach einem ruhenden Ball kam er aus acht Metern völlig frei zum Abschluss – setzte den Ball aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (90.+8).

Kurz darauf war Schluss. Altona feierte den umkämpften Auftaktsieg, während Süderelbe trotz einer couragierten Vorstellung mit leeren Händen dastand. Zusätzlich bleibt die Sorge um Kömürcü, dessen Ausfall die Gastgeber empfindlich treffen könnte.

Paloma verspielt fast eine 3:0-Führung

Auch auf den anderen Plätzen hatte der erste Spieltag einiges zu bieten. Der USC Paloma gewann am Freitagabend bei HT 16 mit 3:2. Lennart Keßner (5.), Vedat Düzgüner (32.) und Can-Luka Topcu (73.) brachten die Gäste scheinbar uneinholbar in Führung. Elyesa-Kamil Pekin (74.) und Mattia Maggio (90.+4) machten es noch einmal spannend. Maggio sah danach allerdings Gelb-Rot.

Meister ETSV Hamburg holte bei der TuS Dassendorf ein 1:1. Yannick Siemsen brachte den neu formierten Titelverteidiger kurz vor der Pause in Führung (45.). Obwohl Dassendorf nach Gelb-Rot gegen Elia Boachie Boakye in Unterzahl geriet, rettete Kristian Bako noch das Remis (84.).

Victoria dreht völlig verrücktes Spiel

Teutonia 05 setzte sich gegen Aufsteiger Concordia mit 2:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden Eris Ibrahimi (70.) und Jesse Jeremias Keller (75.) die Partie innerhalb von fünf Minuten.

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Für das verrückteste Spiel des Samstags sorgte der SC Victoria. Gegen Eintracht Norderstedt II lag Vicky bis zur 88. Minute mit 0:2 zurück – und gewann trotzdem noch 3:2. Enrique Alarcon Stark verkürzte, Simon Siegfried glich in der Nachspielzeit aus (90.+2), ehe Richard Arndt nur eine Minute später den kompletten Wahnsinn perfekt machte.

Buchholz und Niendorf feiern klare Siege

Pokalsieger HEBC kassierte nach dem Supercup-Sieg über Meister ETSV Hamburg am Sonntag einen Rückschlag. Das Heimspiel gegen den Niendorfer TSV ging nach früher Roter Karte (20.) 0:3 verloren. Matchwinner war Niendorfs Doppeltorschütze Leandro de los Santos Korth.

Zur Tabellenführung reichte das Niendorf aber nur für eine Viertelstunde, dann zog der TSV Buchholz 08 vorbei. Mit 4:0 gewannen die Niedersachsen beim TSV Sasel. Aufsteiger TBS Pinneberg feierte trotz gut 40-minütiger Unterzahl einen 2:1-Sieg gegen Harksheide. Nikola Tesla gewann 3:1 bei Vorwärts Wacker Billstedt.

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