Kameramann sorgt für das einzige Licht beim Pokal-Spiel zwischen Billstedt und Victoria

Zeitweise sorgte ein Kameramann für das einzige Licht auf dem Platz. Foto: Kurt Krink

Abbruch im Lotto-Pokal: Vicky kämpft gegen Neuansetzung

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Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) steht vor der schwierigen Aufgabe, Licht ins Dunkel zu bringen. Es geht um den Halbfinal-Einzug im Lotto-Pokal, um den sich zwei Oberligisten – Vorwärts-Wacker Billstedt und der SC Victoria – demnächst wohl vor dem Sportgericht streiten.

Am Dienstag wurde das Pokal-Viertelfinale zwischen Vorwärts-Wacker Billstedt und Victoria abgebrochen, weil das Flutlicht eine Viertelstunde vor Schluss den Geist aufgab. Zuvor hatte das Flackern der Beleuchtung schon zu zwei Unterbrechungen geführt. Die Gäste lagen 3:1 vorn, als es duster wurde – und kämpfen nun gegen eine Neuansetzung. „Wir hoffen, dass der Verband unsere Einschätzung teilt und das Spiel für uns wertet“, sagt Victorias Ligamanager Michel Massing. Aus Sicht von „Vicky“ haben die Billstedter nicht genug getan, um den technischen Defekt zu verhindern oder beheben zu können.

Flutlicht-Abbruch im Lotto-Pokal – Victoria wehrt sich

Genau eine Woche zuvor hatten sich beide Vereine zum Oberliga-Punktspiel getroffen, ebenfalls am Öjendorfer Weg. Beim 2:1-Sieg der Billstedter funktionierte das Kunstlicht einwandfrei. Im Pokalspiel lagen die ersten Unterbrechung mutmaßlich am Betrieb einer Imbissbude, die an demselben Stromkreis angeschlossen gewesen sein soll. Der Austausch der Sicherung behob das Problem zunächst, doch beim dritten Zwischenfall war offenbar kein Ersatz mehr vorhanden.


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Den Umgang mit abgebrochenen Spielen regelt Paragraf 28 der HFV-Spielordnung. Knackpunkt ist, ob Vorwärts-Wacker ein Verschulden zugeschrieben werden kann. Falls ja, wäre Victoria weiter. Falls nein, würde noch mal neu gespielt. „Höhere Gewalt wäre es nur, wenn der Blitz einschlägt oder der Strom im ganzen Viertel ausfällt“, argumentiert Massing.

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Leichten Rückenwind gibt es durch eine anwaltliche Expertise.„Kann eine technische Ursache innerhalb der Anlage festgestellt werden, wird das Spiel meist gegen den Heimverein gewertet“, referiert der Sportrechtler Rouven Spruth die gängige Urteilspraxis. Einiges dürfte auch auf den Bericht von Schiedsrichter Thomas Bauer ankommen, der alle Beteiligten nach Hause schickte, als das Flutlicht eine halbe Stunde lang nicht wieder in Gang gesetzt werden konnte.

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