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Lasogga für Skjelbred: HSV-Blitztausch mit der Hertha

Berlins Pierre-Michel Lasogga (21) könnte schon am Freitag kommen.

Berlins Pierre-Michel Lasogga (21) könnte schon am Freitag kommen.

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Die Fahndung ist beendet, der HSV hat den Mann gefunden, der die Sturmprobleme lösen soll. Berlins Pierre-Michel Lasogga (21) könnte schon am Freitag kommen, im Gegenzug soll Per Skjelbred (26) von der Elbe an die Spree wechseln. Ein spektakulärer Blitztausch mit der Hertha, der sich in den letzten Zügen befindet.

Die Drähte glühen. Unentwegt und immer dringlicher. Hochbetrieb auf dem Kommunikationswege zwischen Hamburg und Berlin, damit der Deal zustande kommt. Lasogga, deutscher U21-Nationalspieler und nach einem Außenbandanriss wieder genesen, ist der neue Wunschstürmer der HSV-Bosse. Die Hertha hingegen wünscht sich Hamburgs Skjelbred fürs Mittelfeld. Ein Tausch auf Leihbasis. Einziger Haken: Nur wenn Berlin auf eine zusätzliche Ablöse verzichtet, kommen beide Klubs ins Geschäft.

Lasogga ist im Bilde, will den Vollzug aber erst noch abwarten. Im Gespräch mit der MOPO sagte er zumindest: „So ein Interesse an mir zeigt doch, dass ich eine gewisse Wertschätzung in der Bundesliga habe.“ Und: „Der HSV wollte mich auch schon im letzten Winter haben.“ Und Skjelbred? Der Norweger scheint weniger begeistert zu sein. Konfrontiert mit den Plänen, sagte er: „Ich möchte dazu nichts sagen.“ Dem Vernehmen nach würde er lieber in Hamburg bleiben, aufgrund der für ihn besseren sportlichen Perspektive dem Tausch aber zustimmen.

Sollte Lasogga tatsächlich kommen, hätte der HSV die erwünschte Sturmkante. Mit 1,89 Metern und 88 Kilogramm ist der gebürtige Gladbecker ein Brecher, traf in der Bundesliga in 32 Spielen bislang achtmal. „Er geht dahin, wo es weh tut,“ sagt HSV-Sportchef Oliver Kreuzer. „Bei der Hertha ist er nach seiner Verletzung aber hinten dran.“ Dort rangieren Adrian Ramos, Sami Allagui und Sandro Wagner vor ihm. Lasogga vorm Wechsel zum HSV. Hätte auch leicht anders kommen können.

Noch am Donnerstagmorgen klopfte der HSV überraschend bei Eren Derdiyok an (26) – und kam zu spät. Hoffenheims Stürmer war sich da schon mit Leverkusen einig, wechselt zu Bayer. Auch der Isländer Alfred Finnbogason (24) stand ganz oben auf der HSV-Liste, war aber zu teuer. Hollands Ehrendivisionär SC Heerenveen fordert sechs Millionen Euro für seine Sturm-Rakete – zu viel für den klammen HSV. Da kommt der Tauschdeal mit der Hertha gerade recht.