Aboubaka Soumahoro bei einem seiner wenigen Einsätze für den HSV in dieser Saison.

Anfang 2025 wechselte Aboubaka Soumahoro von Paris FC zum HSV. Doch die Gemengelage rund um den Abwehrspieler ist weiterhin kompliziert. Foto: imago/Philipp Szyza

Zwei Monate vor Saisonende: Transfer-Entscheidung bei HSV-Talent Soumahoro gefallen

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Mit großen Hoffnungen im Gepäck machte sich Aboubaka Soumahoro Anfang Februar auf den Weg nach Saint-Étienne, wo er einen Leihvertrag bis Saisonende unterzeichnete. In seiner Heimat Frankreich sollte der 21-Jährige reichlich Spielpraxis erlangen, zudem sicherte sich der Zweitligist für den Sommer eine Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro. Laut französischer Medienberichte soll die Entscheidung nun bereits zwei Monate vor dem Saisonende gefallen sein.

So groß Soumahoros Hoffnungen auch waren: Unterm Strich kann bislang keine Partei mit dem Deal zufrieden sein – weder der Spieler noch St. Étienne und schon gar nicht der HSV. Alles lief schief. Zunächst verletzte sich der Abwehrmann und hatte danach Probleme, sich seinen Platz im Team zu erkämpfen. Weil „Les Verts“ zeitgleich ihre Siegesserie starteten, die sie bis auf Rang zwei der Liga führten, der am Ende zum Aufstieg in die Ligue 1 reichen würde. Bitter: Bislang stand Soumahoro noch keine einzige Minute für St. Étienne auf dem Platz. Am vergangenen Wochenende verlor er sogar seinen Kaderplatz.

HSV-Leihgabe Soumahoro darf nicht für St. Étiennes Reserve spielen

Dazu kommt: Aufgrund der Regularien in Frankreich darf Soumahoro nicht für die AS-Reserve in der drittklassigen National 3 spielen. Weil der Leihvertrag dafür bis Ende Januar hätte zustandekommen müssen, der Wechsel aber erst am 2. Februar (dem letzten Tag der Transferperiode) fix gemacht wurde.

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Eine Gemengelage, die bei den AS-Bossen dazu geführt haben soll, schon jetzt eine Entscheidung über die Soumahoro-Zukunft zu fällen. Nach Informationen des Portals „Media Sportif“ soll sich die Vereinsführung bereits darauf geeinigt haben, die Kaufoption nicht zu ziehen. Soumahoro solle stattdessen im Juni zum HSV zurückkehren.

Findet der HSV im Sommer einen anderen Verein für Soumahoro?

Eine Entscheidung, die der HSV beim Abgang des Talents zwar mit einkalkulierte. Glücklich sind sie im Volkspark dennoch nicht. Denn der Wunsch von Trainer Merlin Polzin war es, dass Soumahoro in Frankreich zumindest reichlich Spielpraxis sammeln sollte, die ihm in Hamburg verwehrt blieb. Beim HSV stand der U20-Nationalspieler in dieser Serie vor seinem Abgang nur insgesamt 157 Minuten (in fünf Pflichtspielen) auf dem Platz, litt ansonsten unter der großen Konkurrenz in der Abwehr.

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Eine Erfahrung, die Soumahoro nun auch in seiner Heimat macht. Kaum vorstellbar, dass sich bis zum Saisonende daran noch etwas ändern wird. Vieles spricht dafür, dass die HSV-Bosse nun versuchen werden, im kommenden Sommer einen neuen Leihklub für ihren zwar talentierten, aber unerfahrenen Abwehrmann zu finden.

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