Florian Exner zeigt Philip Otele die Rote Karte

Schiedsrichter Florian Exner zeigte Philip Otele die Rote Karte. Foto: imago images/Nordphoto

Wirrwarr um die Rotsperre: Wie lange fehlt Otele dem HSV?

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Am Dienstagmittag verkündete der DFB die Sperren für drei HSVer. Anders als bei Assistent Loic Favé und Physiotherapeut Tim Roussis, die in Bremen (1:3) wegen unsportlichen Verhaltens Rot sahen und am Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen Hoffenheim nicht auf der Bank sitzen dürfen, fehlte beim Strafmaß zu Philip Otele aber ein Satz: „Das Urteil ist rechtskräftig.“ Das liegt daran, dass der HSV dagegen vorgeht.

Die Verantwortlichen im Volkspark akzeptieren die Zwei-Spiele-Sperre, auf die sich das DFB-Sportgericht festgelegt hat, nicht. Der erste Einspruch vom HSV wurde abgelehnt: Der DFB blieb bei seiner Bewertung und teilte deshalb öffentlich mit, dass Otele „wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner (Cameron Puertas; d. Red.) mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen belegt“ worden ist. Das aber will der HSV weiterhin nicht hinnehmen.

DFB verkündet Strafmaß – der HSV akzeptiert es nicht

Deshalb wurde nun zum zweiten Mal Einspruch eingelegt. Wie der DFB darauf reagiert, ist noch offen. Der HSV setzt wohl auf eine mündliche Verhandlung und verweist auf die Worte, die Schiedsrichter Florian Exner nach dem Nordderby gewählt hatte: „Ich kann verstehen, wenn man sagt, dass es nicht die klarste Rote Karte der Welt war. So ehrlich muss man sein.“ Unter Umständen hätte also wohl auch eine Verwarnung gereicht. Der Videoassistent hatte nach Oteles Einsteigen gegen den am Boden liegenden Puertas aber eingegriffen – und Exner auf Rot entschieden.

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Der HSV ärgerte sich im Nachgang über die nicht zu 100 Prozent falsche Feldentscheidung des Hauptreferees, die nach VAR-Eingriff einkassiert worden war. Vorstand Eric Huwer kündigte am Sonntag an, dass der Verein nur eine Ein-Spiel-Sperre akzeptieren würde. Dass sich der DFB für zwei Partien entschied, sorgte also für neuen HSV-Frust.

Innenraumverbot für Loic Favé und HSV-Physio Roussis

„Wir bleiben da bei unserem Standpunkt, dass wir die Situation anders bewerten“, sagte Sportdirektor Claus Costa am Dienstag. „Wir werden das auch noch mal prüfen. Jetzt müssen wir mal gucken, wie wir die Situation angehen. Ich habe nichts gehört, dass das Urteil rechtskräftig ist, und dementsprechend werden wir da weiter dran arbeiten.“ Die Heimpartie gegen Hoffenheim wird Otele in jedem Fall verpassen. Der HSV kämpft allerdings weiterhin darum, dass der Nigerianer nächste Woche Samstag (2. Mai, 15.30 Uhr) in Frankfurt wieder einsatzberechtigt sein wird.

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Favé und Roussis müssen nur am Samstag mit Einschränkungen leben. Spätestens 30 Minuten vor dem Anpfiff gegen die TSG müssen sie den Innenraum des Volksparkstadions verlassen und dürfen ihn erst eine halbe Stunde nach Abpfiff wieder betreten. Diese Bestrafung hat der HSV akzeptiert, wie auf der DFB-Website nachzulesen ist.

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