Wirbel wegen Vuskovic-Bericht: So steht es um den HSV-Traum

Luka Vuskovic lächelt im HSV-Trainingsshirt
Luka Vuskovic trainierte bis zuletzt beim HSV. Mittlerweile ist er in Kroatien.

Auf einmal war die Aufregung in Fankreisen riesengroß. Dabei war der Absatz zu Luka Vuskovic in dem Text, den die englische Zeitung „The Independent“ am Dienstagnachmittag zur Kaderplanung von Tottenham Hotspur veröffentlichte, vergleichsweise klein. Doch er enthielt eben die Formulierung, dass angeblich zu erwarten sei, dass der 19-Jährige einen neuen Vertrag bei den „Spurs“ unterschreiben werde, nur um sich danach ein weiteres Mal nach Hamburg verleihen zu lassen. Es wäre das Traumszenario des HSV – aber …

die Passage in dem Bericht entspricht nicht den Tatsachen. Nach MOPO-Informationen gibt es zwischen der Spielerseite und Tottenham derzeit keinerlei Gespräche über einen neuen Kontrakt. Und deshalb muss man auch nicht über etwaige vertragliche Konstellationen zwischen Vuskovic und dem HSV in der Zukunft spekulieren.

Neue Vuskovic-Leihe zum HSV ist und bleibt unrealistisch

Der Kroate befindet sich seit Kurzem mit seiner Nationalmannschaft in Rijeka, um sich auf die WM vorzubereiten. Sein Stammklub hat erst am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt in der Premier League klargemacht. Die Ausführungen im „The Independent“ nur zwei Tage nach Tottenhams entscheidendem 1:0-Sieg gegen den FC Everton sorgten auch im Umfeld von Vuskovic eher für Verwunderung.

Für den Youngster steht jetzt erst einmal die Weltmeisterschaft im Fokus. Kroatien trifft in Nordamerika auf England um Bayerns Superstar Harry Kane (17. Juni) sowie auf Panama (23. Juni) und Ghana (27. Juni). Irgendwann im Laufe des Sommers stehen dann konkrete Gespräche mit Tottenham über die kommende Saison an, je nachdem, wie weit es die Nationalmannschaft um Kapitän Luka Modric im Turnier schafft – aber eben nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

Verbleib oder Verkauf? Tottenham muss entscheiden

Vuskovic selbst verabschiedete sich am Sonntag via Instagram mit emotionalen Worten vom HSV und seinen Fans. Und bereits nach seinem letzten Heimspiel im Volkspark gegen den SC Freiburg (3:2) hatte er gesagt, dass das „zu 99,9 Prozent“ seine Abschiedsparty gewesen sei. In Tottenham plant mittlerweile Trainer Roberte De Zerbi das Aufgebot für die kommende Spielzeit.

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Vuskovic könnte in der Abwehr der Nordlondoner eine wichtige Rolle einnehmen, und das sogar langfristig, weil sein aktueller Vertrag bis 2030 läuft. Er könnte den „Spurs“ aber auch schon in diesem Sommer eine gewaltige Ablösesumme einbringen, mit der der Kaderumbruch vorangetrieben werden könnte. Das wäre nur bei einem festen Abgang zu einem europäischen Topklub möglich. Eine erneute Leihe dagegen bleibt unrealistisch – auch wenn Luka stets hoffte, bald Seite an Seite mit seinem noch gesperrten Bruder Mario für den HSV aufzulaufen. Es wird mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei einem unerfüllten Traum bleiben. Dem jüngsten Bericht zum Trotz.