„Wir wollen nicht Elf gegen Elf spielen“: HSV-Trainer mit klarer Ansage vor dem Derby
Mit den Last-Minute-Treffern gegen Dortmund und Stuttgart sowie den Torpremieren von Robert Glatzel und Bakery Jatta gab es zuletzt einige emotionale Highlights im Volksparkstadion. An diesem Sonntag (15.30 Uhr/Liveticker bei mopo.de) beim Nordderby gegen Werder Bremen sollen die nächsten Gänsehaut-Momente folgen – und das nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen.
Über acht Jahre ist es her, dass der HSV letztmals gegen Werder Bremen in der Bundesliga im Volksparkstadion antrat. 0:0 endete damals im Herbst 2017 das Aufeinandertreffen der beiden Nordklubs. Mit 54.613 Zuschauern war der Volkspark nicht ausverkauft. Zumindest Letzteres wird sich diesmal ändern. Und für die Hamburger soll genau das am Ende zum entscheidenden Vorteil werden.
HSV-Fans wollen Mannschaftsbus lautstark empfangen
Beim Abschlusstraining war es am Samstag noch sehr ruhig im Volkspark. Nur etwa 30 Fans waren bei der letzten HSV-Einheit vor dem Nordderby dabei. Am Sonntag soll es hingegen schon lange vor dem Anpfiff laut werden. Ab 13.15 Uhr wollen sich die HSV-Anhänger in der Uwe-Seeler-Allee versammeln, um gemeinsam den Mannschaftsbus in Empfang zu nehmen. Für Merlin Polzin ein wichtiges Signal.

„Wir setzen komplett darauf“, sagt der HSV-Trainer mit Blick auf die Unterstützung der eigenen Fans im Nordderby. „Das wird man schon bei der Ankunft am Stadion spüren, das wird man spüren, wenn wir zum Warmmachen rausgehen und dann auch mit jeder Minute des Spiels.“
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Für Polzin soll genau das am Ende auch für den entscheidenden Unterschied sorgen. „Wir wollen die Energie, die definitiv von der Atmosphäre und den Rängen kommt, für uns nutzen. Es ist das Ziel, dass wir nicht Elf gegen Elf spielen, sondern dass es am Ende etwa 53.000 HSV-Fans gegen die Bremer sind“, sagt der 35-Jährige, der überzeugt ist, dass seine Spieler „frisch“ und „heiß“ in das Nordderby gehen werden. Auch die Fans werden daran ihren Anteil haben. Vielleicht wird die Wucht von den Rängen am Ende sogar das sein, was Werder am wenigsten verteidigen kann.
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