HSV

„Wir fänden es schön“: Bleibt er in Hamburg? HSV-Chefin spricht über Vieira-Transfer

Fabio Vieira vom Hamburger SV jubelt mit erhobenen Armen vor der Tribüne im Spiel gegen Freiburg.
Fábio Vieira schlug beim HSV voll ein. Sein Verbleib ist allerdings weiterhin unklar.

Kann der HSV Fábio Vieira halten? Oder bleibt der Transfer des Portugiesen nur ein schöner Traum? Am Mittwoch gab die neue HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger einen Ausblick hinsichtlich der Gespräche mit dem FC Arsenal. 

Jetzt legt die Bossin richtig los – aber kann Kathleen Krüger auch einen der größten Sommer-Wünsche der HSV-Fans erfüllen? Kaum etwas sehnt das Gros der Anhänger mehr herbei als den Verbleib von Fábio Vieira. Nimmt man die Worte der neuen Sportvorständin als Maßstab, besteht allerdings eher wenig Grund zur Hoffnung.

Kaum hatte Krüger mit ihrer ersten Pressekonferenz als HSV-Vorständin begonnen, da nahm sie auch schon zu Vieira Stellung. Pressesprecher Philipp Langer war es, der die launige Atmosphäre nutzte, um seine neue Chefin öffentlichkeitswirksam auf eine der heißesten HSV-Personalien anzusprechen.

Der HSV ließ die Kaufoption auf Vieira verstreichen

Zur Erinnerung: Der HSV ließ die Kaufoption auf den Portugiesen, die bei rund 20 Millionen Euro gelegen haben soll, verstreichen und hofft auf einen deutlich geringeren Preis in den Nachverhandlungen mit dem FC Arsenal. Acht, neun Millionen Euro – so viel könnten die Hamburger wohl zahlen. Auch Vieira möchte gern beim HSV bleiben. Bislang gibt es aber noch kein Signal aus London bezüglich eines entsprechenden Entgegenkommens.

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Hat der HSV eine Chance? Angesprochen auf Vieira, geriet Krüger am Mittwoch erst mal ins Schwärmen: „Fábio ist ein herausragender Spieler, technisch unfassbar versiert und bringt auch Kreativität in das Spiel. Er ist ein Spieler, der einen Unterschied machen kann, der auch unvorhergesehene Dinge ins Spiel bringt und gleichzeitig zuverlässig auch Scorer-Punkte.“ Mit sieben Treffern avancierte der Portugiese in der Vorsaison auf Anhieb zum treffsichersten HSV-Schützen, fünf weitere Tore bereitete er vor.

HSV-Boss Costa befindet sich in Gesprächen mit Arsenal

„Ich kann durchaus verstehen, dass die Fans, aber auch wir aus sportlicher Perspektive es schön fänden, wenn Fábio auch in der nächsten Saison das HSV-Trikot tragen würde“, sagte Krüger, schränkte aber ein: „Gleichzeitig muss man einfach die Realität betrachten. Ein Spieler mit dieser Qualität liegt dann eben auch preislich in einem Regal, das nicht in dem Regal HSV liegt.“ Sportdirektor Claus Costa versuche allerdings „gemeinsam mit Arsenal kreative, smarte Lösungen zu finden. Ob uns das am Ende des Tages gelingt, das wissen wir nicht“.

Ein Spieler mit dieser Qualität liegt dann eben auch preislich in einem Regal, das nicht in dem Regal HSV liegt.

Kathleen Krüger

Auf Nachfrage wurde die 41-Jährige dann deutlicher: „Wir haben über die vergangenen Jahre eine gewisse wirtschaftliche Lücke aufzuholen. Ich kann nur wiederholen: Der aufgerufene Preis ist für uns einfach nicht darstellbar – ohne konkrete Zahlen zu nennen. Für uns ist es wichtig, dass wir richtige und gute Entscheidungen treffen. Vor allen Dingen auch gesunde Entscheidungen und nicht einfach irgendwelche.“

Damit ist klar: Der HSV will auf keinen Fall ein zu großes finanzielles Risiko eingehen. Von einem Ende des Vieira-Traums zu sprechen, wäre sicherlich zu früh. Dennoch werden die HSV-Entscheider parallel die Suche nach Alternativen weiter verstärken. Ein Kandidat bleibt diesbezüglich Hoffenheims Muhammed Damar (22). Der Vorteil: Aufgrund seines bis 2029 im Kraichgau laufenden Vertrages wäre auch ein Leihgeschäft möglich – wie vor Jahresfrist bei Vieira.

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