Will er in Israel bleiben? Das sagte Sahiti den HSV-Bossen am Telefon
Sein Abschluss hätte schöner nicht ausfallen können. Mit dem Gewinn des israelischen Pokals verabschiedete sich Emir Sahiti am vergangenen Dienstag von seinem Leih-Klub Maccabi Tel Aviv und feierte damit den dritten Titel seiner Karriere (zuvor zwei Pokalsiege in Kroatien mit Hajduk Split). Bevor der 27-Jährige in den wohlverdienten Sommerurlaub düste, führte Sahiti allerdings noch ein wichtiges Telefonat mit HSV-Sportdirektor Claus Costa. Die Frage aller Fragen: Kann sich der Offensivmann einen festen Wechsel zu den Israelis vorstellen? Oder kehrt er im Sommer erst mal zurück zum HSV?
Nachdem Sahiti Ende Januar auf Leihbasis nach Tel Aviv gewechselt war, blickt er auf ein turbulentes Halbjahr zurück. Sportlich kann der Kosovare zufrieden sein: In 18 Pflichtspielen für Maccabi gelangen ihm jeweils vier Treffer und Assists, dazu kam als Krönung der Triumph im Pokal. Privat aber geriet durch den Nahostkrieg alles durcheinander. Die Liga pausierte zwischenzeitlich, Anfang März floh Sahiti mit seiner Familie nach Kroatien und tat sich schwer damit, überhaupt nach Israel zurückzukehren.
Maccabi Tel Aviv besitzt eine Kaufoption
Eine Zeit, die er nicht vergessen hat. Genau darum ging es in dem Gespräch, das der Flügelstürmer in dieser Woche mit Costa führte. Gern würden die Maccabi-Bosse ihre Kaufoption in Höhe von 500.000 Euro ziehen, werden dies allerdings nicht ohne Sahitis Zustimmung tun.
Wie denkt Sahiti über die Situation? Noch hat er keine Entscheidung getroffen. Costa gegenüber soll der Nationalspieler angedeutet haben, im Urlaub erst mal Kraft tanken zu wollen und sich in Ruhe mit seiner Familie beraten zu müssen. Als Vater einer zweijährigen Tochter spürt er eine besondere Verantwortung. In den vergangenen Monaten weilte er allein in Israel und vermisste seine Liebsten. Offen, ob sich Sahiti dieser schwierigen Situation erneut stellen möchte.
Sahiti erhält Rückendeckung vom HSV
Vom HSV erhält er Rückendeckung. Zwar endet die Frist, in der Maccabi die Kaufoption einlösen könnte, in den kommenden Tagen. Hamburgs Bosse aber hätten kein Problem damit, sollten die Israelis und Sahiti zu einem späteren Zeitpunkt auf einen Nenner kommen. Der Preis würde sich dadurch zunächst nicht erhöhen.
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Es ist unklar, wie sich Sahiti entscheiden wird. Die Alternative wäre eine Rückkehr zum HSV und die damit verbundene Suche nach einem anderen Verein. Im Volkspark starten die Profis am 6./7. Juli mit ihren Leistungstests in die Vorbereitung auf die neue Saison. Doch unter Trainer Merlin Polzin war Sahiti bereits in der Hinrunde der vergangenen Saison chancenlos und flüchtete dann nach Tel Aviv. Nun liegt es an ihm, ob er diesen Weg erneut gehen möchte – oder auf eine andere Lösung zockt.