HSV-Sportdirektor Claus Costa beim Stadtderby am Millerntor.

Auf HSV-Sportdirektor Claus Costa wartet eine anstrengende Arbeitswoche. Gleich mehrere Kader-Veränderungen deuten sich an. Foto: imago/osnapix

Wilde Transfer-Tage beim HSV! Drei Profis wollen weg – mindestens zwei sollen kommen

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Längst läuft der Countdown dieser Winter-Transferperiode, bis zum 2. Februar kann der HSV seinen Kader für den Rest dieser Bundesliga-Spielzeit noch verändern. Alles spricht dafür, dass Sportdirektor Claus Costa vor arbeitsreichen Tagen steht, denn gleich mehrere Wechsel deuten sich im Volkspark an. Drei Spieler könnten den Verein in der anstehenden Woche verlassen, zumindest zwei Zugänge würde der HSV gern präsentieren.

Wenn sich die Profis am frühen Montagnachmittag wieder im Volkspark versammeln, könnte einer aus ihrem bisherigen Kreis schon nicht mehr da sein. Silvan Hefti steht vorm Wechsel in die USA, seine Verhandlungen mit dem in der Hauptstadt Washington ansässigen D.C. United befinden sich im fortgeschrittenen Stadium. Der HSV würde eine Ablöse zwischen 150.000 und 200.000 Euro erhalten, im Gegenzug allerdings auch Hefti eine Abfindung zahlen, die noch über diesem Betrag liegt. Sollte der Deal klappen, hätte der HSV nach mehr als sechs Monaten endlich einen Abnehmer für den Rechtsverteidiger gefunden, der unter Trainer Merlin Polzin in dieser Saison chancenlos ist.

Hefti könnte am Montag seinen Medizincheck absolvieren

Durchaus möglich, dass Hefti seinen Medizincheck noch beim HSV absolvieren wird, um die Nummer zu beschleunigen. Das neue UKE Athleticum im Volkspark bietet dafür beste Bedingungen. Auch Gui Ramos, der vorm Wechsel zu Beijing Guoan steht, absolvierte den Check für seinen potenziellen neuen Verein noch auf dem HSV-Gelände.


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Hefti will sich verändern, ist diesbezüglich aber nicht der Einzige. Denn auch zwei weitere Profis wollen den HSV noch bis zum Ende der Transferperiode verlassen.

Pherai will den HSV in jedem Fall verlassen

Konkret ist die Angelegenheit bei Immanuel Pherai. Dass er am vergangenen Freitag, beim Stadtduell am Millerntor (0:0), nicht im Kader stand, brachte für den 24-Jährigen das Fass zum Überlaufen. Pherai wollte abwarten, wie sich seine Situation im Januar entwickelt. Nun hat er genug gesehen. Zu gering sind seine Einsatzchancen, in diesem Jahr spielte er noch gar nicht.

Immanuel Pherai (l.) und Emir Sahiti möchten den HSV verlassen. WITTERS
Die HSV-Profis Immanuel Pherai (l.) und Emir Sahiti
Immanuel Pherai (l.) und Emir Sahiti möchten den HSV verlassen.

Ob er den Verein wirklich verlassen darf, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Bereits vor Weihnachten trudelten beim HSV immer wieder konkrete Anfragen für den Mittelfeldmann ein. Nun wird die Spieler-Seite mit Vehemenz versuchen, eine Lösung zu finden. Grundsätzlich sieht sich Pherai in der ersten Liga, ob nun im In- oder Ausland. Auch Top-Klubs aus Liga zwei (der Marke Schalke oder Hannover) wären für ihn interessant. Sein Ziel: Mit starken Leistungen will er sich für den Nationalkader Surinames empfehlen, der Ende März in einem Playoff-Turnier um seine WM-Chance spielt. Aber: Der HSV wird genau abwägen, ob ein Abgang des Ex-Braunschweigers wirklich ohne jeden Zweifel zu kompensieren wäre.

Auch Sahiti tendiert klar zu einem Vereinswechsel

Großer Frust herrscht auch bei Emir Sahiti vor. Seit dem Hinspiel-0:2 gegen St. Pauli Ende August kam der Kosovare in der Liga keine einzige Minute mehr zum Einsatz, stand überhaupt nur zweimal im Kader – in diesem Kalenderjahr aber noch gar nicht. Auch der 27-Jährige hat den klaren Wunsch, den Verein noch in diesem Winter zu verlassen.

Offen ist allerdings, ob das klappt. Sahitis Berater durchkämmen den Markt aktuell nach geeigneten Optionen. Hauptaugenmerk liegt auf einem Wechsel ins Ausland. Aber: Wirklich konkret ist bislang noch nichts. Sollten alle Stricke reißen, würde der Offensivmann die Saison beim HSV zu Ende spielen und müsste sich weiterhin mit seiner misslichen Lage anfreunden. Im Sahiti-Lager geht man davon aus, dass vor allem das kommende Wochenende und der finale Transfer-Montag (2. Februar) turbulent verlaufen und sich noch „goldene“ Optionen auftun könnten. Offen ist auch, ob sich Linksverteidiger Noah Katterbach eine Wechsel-Option auftut. Zweitligist Braunschweig hatte vor wenigen Wochen abgewunken.

Røssing-Lelesiit wird dem HSV monatelang fehlen

Reichlich zu tun hat Costa auch mit der eigenen Suche nach Verstärkungen. Insbesondere auf der linken Flügelposition herrscht nach der schweren Verletzung von Alexander Røssing-Lelesiit großer Bedarf. Der 19-Jährige zog sich am Freitag im Stadtduell eine schwere Knöchelverletzung zu und fällt monatelang aus. Auch Jean-Luc Dompé leidet seit Monaten unter Problemen, spielt nur unter Schmerzen. Zudem ist Costa auf der Suche nach einem Backup für Linksverteidiger Miro Muheim. Sollten sich auf der Zielgeraden des Transferfensters noch Optionen auftun, würde der HSV sogar zwei Offensivspieler verpflichten.

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Bislang präsentierte Costa mit Angreifer Damion Downs (aus Southampton geliehen) und Keeper Sander Tangvik (Rosenberg/2,6 Millionen Euro Ablöse) zwei Neue. Dem entgegen stehen mit Ersatzkeeper Daniel Peretz (Leihe aufgelöst, nun in Southampton aktiv), Jonas Meffert (Kiel) und Anssi Suhonen (Odense) drei fixe Abgänge. Ramos und Hefti werden folgen. Es sollen nicht die einzigen Kader-Bewegungen dieses Winters bleiben.

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