Kuriose Szene! Bremer Schiri rettet HSV-Profi das Derby bei Werder
Sie sind heilfroh, dass er wieder da ist. Sechs Wochen lang fehlte Nicolás Capaldo dem HSV verletzt, beim 0:4 in Stuttgart aber feierte der Argentinier sein Kurz-Comeback – und hatte mächtig Dusel! Viel fehlte nicht und Capaldo hätte sich direkt eine Sperre für das anstehende Nordderby in Bremen (Samstag) eingehandelt. Im Infight mit VfB-Star Deniz Undav brannten ihm kurzzeitig die Sicherungen durch. Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ein Bremer Schiedsrichter ihm den Derby-Einsatz rettete.
Es war die wohl aufregendste Szene der Partie, auch wenn kein Treffer aus ihr resultierte. Doch nach 80 Minuten schimmerte es dunkelgelb, als Referee Sven Jablonski sowohl Capaldo als auch Undav verwarnte. Glück im Unglück für den HSV-Vizekapitän.
Was war passiert? Erst nach 72 Minuten war der nach seiner Bauchmuskelverletzung genesene Capaldo eingewechselt worden und sofort voll bei der Sache. Nach seinem knüppelharten Einsatz gegen Undav entschied Jablonski auf Freistoß für den VfB. Der Nationalstürmer aber war derart außer sich vor Wut, dass er Capaldo von hinten schubste – nicht die feine Art, denn dem HSV-Profi, der Undav nicht sah, mangelte es in diesem Moment an Körperspannung und er wurde mächtig durchgeschüttelt.
Jablonski verwarnt Undav und Capaldo
Zu viel des Schlechten für Capaldo, der sich Undav schnappte und ihm zügig und wutentbrannt ins Gesicht fasste, während der VfB-Star den Hamburger am Hals packte. Es entwickelte sich eine Rudelbildung. Erst nachdem sich die Streithähne dann getrennt hatten, zitierte Jablonski sie zu sich – und zeigte beiden Gelb. Das zeugte in jedem Fall von Fingerspitzengefühl.
Dennoch kurios, dass es mit Jablonski ein Bremer Referee war, der Capaldo vor einer möglichen Roten Karte und damit vor einer Sperre im Derby bei Werder bewahrte. Bei härterer Auslegung wäre auch ein Platzverweis möglich gewesen. Undav hingegen schob Frust, muss nach fünf Gelben Karten nun einmal passen.
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Capaldo aber kann am kommenden Samstag dabei sein. Dann aller Voraussicht nach auch wieder in der Startelf. Dort wurde er bereits in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst. Die wahrscheinlichste Variante: Der 27-Jährige könnte zurück auf seine angestammte Position rechts in der Dreier-Abwehrkette rücken und den wiederholt unglücklich aufgetretenen Warmed Omari (erwischte in Stuttgart einen rabenschwarzen Tag) ersetzen.
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