Schiedsrichter Robin Braun verwarnt in Mainz HSV-Assistent Richard Krohn

Der nächste Karton: In Mainz sah HSV-Assistent Richard Krohn (l.) die Gelbe Karte von Schiedsrichter Robin Braun. Foto: imago/kolbert-press

Wieder zweimal Gelb gegen die HSV-Bank! Droht jetzt die nächste Trainer-Sperre?

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Man hat sich daran gewöhnt, dass es bei HSV-Partien nicht nur auf dem Rasen, sondern auch am Spielfeldrand ordentlich zur Sache geht. Die Folge: Beim 1:1 in Mainz war Assistenztrainer Loic Favé nach vier Verwarnungen gesperrt und verfolgte die Partie von der Tribüne aus. In Kürze könnte es nun weitere Mitglieder des Trainerstabes erwischen – denn auch in Mainz kassierten die HSV-Bank gleich zwei Gelbe Karten.

31 Minuten waren am Freitagabend absolviert, als Robin Braun genug gesehen und gehört hatte. Mit der gelben Karte in der Hand marschierte der Referee in Richtung der Hamburger Bank, Richard Krohn war der Empfänger der Verwarnung. Fortan hielt sich der HSV-Assistenzcoach dann ein wenig zurück. In der Nachspielzeit sah dann auch noch Torwart-Trainer Sven Höh Gelb.

HSV-Trainer Polzin ist nach nächster Gelber Karte gesperrt

Damit nimmt die Kartenflut für Mitglieder des HSV-Trainerstabes in dieser Saison immer bedrohlichere Ausmaße an. Favé wurde als Erster gesperrt. Cheftrainer Merlin Polzin steht bei drei Gelben Karten und müsste nach der nächsten einmal zusehen. Krohn ist bislang mit zwei Verwarnungen noch auf der sicheren Seite. Höh (eine) sowieso.


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Polzin nahm seine Assistenten nach der Partie in Schutz und sprach für den gesamten HSV-Stab. „Am Ende lebt der Fußball auch davon“, so der Trainer über die Emotionen am Seitenrand. „Es geht immer um die Sache. Bei uns auf der Trainerbank ist es emotional, was das Spiel angeht, aber es ist nie unfair oder fallen Worte, die nicht angebracht wären.“ Seine Assistenten seien „mit viel Leidenschaft dabei und versuchen, die Jungs bestmöglich zu unterstützen“.

Profis gefällt das intensive Coaching am Seitenrand

Tatsächlich hat der HSV das intensive Coaching von der Seitenlinie längst kultiviert. Aus dem Mannschaftskreis ist zu vernehmen, dass das engagierte Auftreten der Trainer Wirkung hinterlässt – im positiven Sinne. Zumal sich mitunter sogar die Reservisten beteiligen. In Mainz sprangen auch Yussuf Poulsen und Giorgi Gocholeishvili bei verschiedenen Situationen von der Bank auf und beschwerten sich beim Unparteiischen. Der HSV steht diesbezüglich zusammen.

Die Kehrseite der Medaille: Die Unparteiischen haben das Treiben auf und neben der HSV-Bank penibel im Blick und reagieren sensibler als früher. Auch ein Grund für die Gelb-Flut dieser Saison. Deshalb sagt Polzin: „Wir versuchen, uns da zu bessern, weil wir natürlich auch Disziplin vorleben wollen. Aber wenn die Mannschaft einen kleinen Stoß von der Seite aus braucht, und das war diesmal definitiv der Fall nach der schwierigen Anreise, dann kann sowas auch mal geplant sein.“ Zur Erinnerung: Weil der Mannschaftsbus auf der Anreise zum Spiel im Stau stand, fehlte dem HSV etwa eine halbe Stunde Vorbereitung im Stadion.

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Favé jedenfalls dürfte heilfroh sein, dass sein Ausflug auf die Tribüne beendet ist. Der 33-Jährige litt erkennbar unter der Distanz zum Spielfeld und wird beim nun anstehenden Heimspiel-Doppelpack gegen Leipzig (1.3.) und Leverkusen (4.3.) wieder auf der Bank Platz nehmen – vermutlich unter strenger Beobachtung der Referees. Seinen von den Profis gewollten Elan wird das allerdings nicht mindern.

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