Wichtig, aber unzufrieden: Wird Meffert der erste Winter-Abgang beim HSV?
Am 1. Januar öffnet der Wintertransfermarkt. Für den HSV ist das der Startschuss, den Kader für die zweite Saisonhälfte anzupassen. Mindestens einen neuen Stürmer wollen die Hamburger bis zum 2. Februar (Ende der Transferperiode) holen. Auf der anderen Seite sollen oder wollen mehrere Profis den Klub im Winter verlassen. Zuletzt deutete sich immer stärker an, dass auch Jonas Meffert dazu gehören wird. Für den HSV wären es ein Abgang mit Folgen.
Seit Sommer 2021 spielt Meffert für den HSV – und das über nahezu die komplette Zeit als prägende Figur. In der Zweiten Liga stand er in vier Jahren in 126 von 136 Spielen auf dem Platz. Als „Ankerspieler“ für das Spielsystem der Hamburger wurde er einst von Sportdirektor Claus Costa bezeichnet. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga hat sich das jedoch radikal geändert.
Meffert spielt so wenig wie seit acht Jahren nicht mehr
Nur auf vier Einsätze kam Meffert an den ersten 15 Spieltagen. Merlin Polzin setzt im defensiven Mittelfeld auf Nicolai Remberg – und das dürfte sich auch im neuen Jahr nicht ändern. Meffert ist nur noch Ersatz. Eine vergleichbare Situation erlebte er bislang erst einmal in seiner Karriere: in der Saison 2016/17 beim SC Freiburg. Damals stand Meffert noch am Anfang seiner Laufbahn, inzwischen ist er 31 Jahre alt. In diesem Alter will niemand dauerhaft Zeit auf der Bank verlieren. Entsprechend nachvollziehbar sind seine Wechselgedanken nach der ersten Saisonhälfte.

Die heißeste Spur führt weiterhin nach Kiel – und damit zu dem Verein, von dem Meffert vor viereinhalb Jahren zum HSV gewechselt war. Der Zweitligist ist stark interessiert am Routinier. Allerdings soll es für den defensiven Mittelfeldspieler auch noch andere Optionen geben. Offen ist zudem, zu welchem Preis der HSV ihn überhaupt im Winter ziehen lassen würde.
Beim HSV hat Meffert seine wichtigste Rolle in der Kabine
Auch wenn Meffert auf dem Platz in dieser Saison nicht mehr die Rolle wie in den vergangenen Jahren hat, ist sein Wert für Mannschaft und Kabine weiterhin enorm. Er gehört zur HSV-Leadership-Gruppe und gilt als einer der angesehensten Profis im Team. Auch deshalb wurde er im vergangenen Sommer von Polzin erneut zum Vize-Kapitän bestimmt.
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Folgt nun trotzdem der vorzeitige Abschied? Die Entwicklung im Hintergrund ging zuletzt klar in diese Richtung. Ein Verlust wäre das für den HSV definitiv – und finanziell wäre auf der anderen Seite kaum ein großer Gewinn zu erwarten. Meffert hat seinen HSV-Vertrag in den vergangenen Jahren zweimal vorzeitig verlängert, sein aktueller Kontrakt läuft bis zum kommenden Sommer. Spätestens dann wäre der 31-Jährige ohnehin ablösefrei zu haben.
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