Wer ist gesetzt, wer muss zittern? Diese Startelf-Plätze hat Walter noch zu vergeben
Sie waren froh, als sie am späten Samstagnachmittag in der Lufthansa-Maschine nach Hamburg saßen, den Klängen aus ihren Kopfhörern lauschen und die Augen zufallen lassen konnten. Nach zehn Trainingseinheiten und zwei Testspielen reisten alle HSV-Profis mit müden Beinen zurück in die Heimat – allerdings nur sieben von ihnen mit der Überzeugung, beim Saison-Auftakt nächste Woche Freitag in der Startelf zu stehen.
Ein großer Teil der Spieler, die beim verdienten 1:4 gegen RB Salzburg zum Abschluss der Österreich-Reise starteten, wird dies nach allen Eindrücken aus dem Trainingscamp auch gegen Schalke 04 tun dürfen. Und zumindest, was die Planstellen im Tor und im Mittelfeld betrifft, scheint Coach Tim Walter bereits alle Startelf-Plätze vergeben zu haben.
HSV: Heuer Fernandes, Meffert, Jatta und Glatzel gesetzt
Daniel Heuer Fernandes ging in Tirol auch verbal vorneweg und wird erneut als Nummer eins in die Saison gehen. Jonas Meffert, dessen Backup-Kandidat Daniel Elfadli (1. FC Magdeburg) in den kommenden Tagen verpflichtet werden soll, hat seinen Platz auf der Sechs ebenfalls sicher – auch wenn er wegen Wadenproblemen zuletzt kaum trainieren konnte und gegen Salzburg schon nach 45 Minuten am Ende seiner Kräfte war.
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Die HSV-Zentrale um Meffert wird – da Anssi Suhonen (angebrochenes Wadenbein) wochenlang ausfällt und auch László Bénes (nach Muskelfaserriss) noch nicht wieder bei einhundert Prozent ist – komplettiert durch Ludovit Reis und Immanuel Pherai. Das niederländische Duo soll das Offensivspiel lenken und Stürmer Robert Glatzel sowie den unter Walter gesetzten Rechtsaußen Bakery Jatta in Szene setzen. Noch offen ist jedoch, wer als Jattas Pendant auf der linken Seite aufdribbeln wird.
Dompé? Öztunali? Besetzung der linken HSV-Seite offen
In der Vorsaison tat das zumeist Jean-Luc Dompé, wegen Schmerzen an der Achillessehne verpasste der Franzose jüngst aber so manche Einheit. Gegen RB stand Dompé nicht im Kader und der flexible Levin Öztunali spielte auf dem linken Flügel – ohne dabei jedoch ein Bewerbungsschreiben abzugeben. Und auch Ransford Königsdörffer konnte sich während der Reise nicht entscheidend aufdrängen, weshalb die Einheiten in den nächsten zehn Tagen maßgeblich sein werden bei der Frage: Wer von den Dreien wird beginnen?
Dass Walter überdies noch drei weitere Positionen zu vergeben hat, liegt weniger daran, wer sich in den noch anstehenden Trainings aufdrängen kann – sondern vor allem daran, wer von den angeschlagenen Innenverteidigern rechtzeitig schmerzfrei wird.
Schonlau, David und Ambrosius gegen Schalke wieder fit?
An Kapitän Sebastian Schonlau (Wade) führt eigentlich kein Weg vorbei, er fehlte beim Teamtraining in St. Johann aber genauso wie zuletzt auch Jonas David (Oberschenkel). Ebenso fraglich ist, ob Stephan Ambrosius oder Guilherme Ramos schon gegen Schalke risikolos einsatzfähig sein werden.
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Dass in der gesamten Kette derzeit nur Dennis Hadzikadunic als gesetzt gilt, liegt zudem an der Problemstelle Außenverteidigung und an der Ungewissheit, wann Miro Muheim (Faszienriss in der Wade) wieder komplett mitmischen kann. Anders als in der Vorsaison hat auch der Schweizer seinen Stammplatz noch nicht sicher – und dürfte wie viele seiner Kollegen mit dieser Erkenntnis aus Kitzbühel abgereist sein.