Weiter im Streik: Darum lässt der HSV Peretz trotzdem nicht sofort ziehen
Diese Entwicklung dürfte auch dem FC Bayern München nicht gefallen. Bis zum Ende der Saison hat der Rekordmeister Daniel Peretz an den HSV verliehen – doch der Torhüter will im Winter schon wieder weg aus Hamburg. Für eine schnelle Freigabe greift er zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Peretz streikt beim HSV-Training. Es bahnt sich ein unsauberer Abgang an. Erst mal wollen die Bosse im Volkspark hart bleiben – und zwar aus mehreren Gründen.
Peretz wurde in den vergangenen Monaten beim HSV mehrfach als Musterprofi bezeichnet. Obwohl der Israeli den Zweikampf um die Nummer eins gegen Daniel Heuer Fernandes im Volkspark verloren hatte, ließ sich der Torwart lange nichts zuschulden kommen. Kein Stunk, keine Unruhe in der Kabine – und auf dem Trainingsplatz stets Vollgas. Dass es auch anders geht, zeigt der 25-Jährige nun zum Jahresstart – mit einem Verhalten, das alles andere als professionell wirkt.
Peretz will beim HSV nicht mal mehr trainieren
Direkt nach seiner Rückkehr aus dem Winterurlaub erschien Peretz am Freitag gemeinsam mit seinem Berater im Volkspark. Erneut wurde der Wechselwunsch für diesen Winter platziert – und gleichzeitig erklärt, der Torhüter fühle sich aktuell nicht in der Lage, am Mannschaftstraining teilzunehmen.

Am Samstag arbeitete Peretz, der mit dem englischen Zweitligisten FC Southampton bereits einen neuen Leihklub gefunden hat, lediglich im Kraftraum. Auch einen Tag später änderte sich das Bild nicht: Zwar nahm der Torwart am Sonntag am gemeinsamen Frühstück und an der anschließenden Videositzung teil – das wirkte immerhin professionell. Auf dem Rasen erschien er jedoch erneut nicht.
Der HSV will sich nicht von Peretz erpressen lassen

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Peretz will mit seinem Streik den Druck erhöhen und seine Freigabe forcieren. Beeindrucken lassen sich Sportdirektor Claus Costa und Vorstand Eric Huwer bislang aber nicht. Der Tenor: Der HSV will sich nicht erpressen lassen – und zunächst hart bleiben. Eine Ausstiegsklausel für den Winter gibt es im Vertrag nicht.
Verhandlungen laufen im Hintergrund weiter
Da der Torwart allerdings unbedingt nach England will – und auch die Bayern diese Lösung präferieren – wird im Hintergrund weiter verhandelt. Ein entscheidender Punkt: Am Ende muss vor allem auch alles für den HSV passen. Es geht dabei unter anderem um Geld und um einen Ersatz für das HSV-Tor. Bei beiden Punkten besteht weiterhin Klärungsbedarf.
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Dass Peretz den HSV verlässt, gilt dennoch als wahrscheinlich. Offen ist nur, wie lange sich das Thema noch hinzieht. Beschleunigt hat der Torhüter mit seinem Trainingstreik alles auf jeden Fall nicht. Nach aktuellem Stand würde am kommenden Samstag zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte beim Gastspiel in Freiburg zunächst Nachwuchskeeper Hannes Hermann auf der HSV-Bank sitzen.
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