HSV

Wechsel wird immer schwieriger: Wann verliert der HSV bei diesem Profi die Geduld?

Claus Costa und Merlin Polzin sitzen auf der HSV-Bank beim Testspiel gegen SK Rapid Wien in Wien.
HSV-Sportdirektor Claus Costa (l.) und Trainer Merlin Polzin wollen in diesem Sommer noch mehrere neue Profis begrüßen.

Seit Wochen kämpft der HSV um Frankfurts Rechtsverteidiger Elias Baum. Doch die Vorzeichen verdichten sich, dass die Bosse eine andere Lösung finden müssen.

Ein Zugang nach dem anderen setzte in den vergangenen Wochen die Unterschrift unter seinen HSV‑Vertrag. Nach Martin Adeline (22/für vier Millionen Euro aus Troyes) wechselten in der Vorwoche die ablösefreien Patson Daka (27) und Bilal Nadir (22) zur Mannschaft von Trainer Merlin Polzin. Auch ein anderer sollte eigentlich längst im Volkspark dabei sein. Doch vieles spricht mittlerweile dafür, dass der HSV im Werben um einen seiner erklärten Wunschspieler leer ausgeht.

Früh in diesem Sommer schon knüpfte Sportdirektor Claus Costa Kontakte zu Elias Baum. Der Rechtsverteidiger, der in der Vorsaison bei Eintracht Frankfurt kaum zum Zuge kam (nur fünf Einsätze mit 71 Spielminuten), wurde zur Wunschlösung für die rechte Schiene und signalisierte den Verantwortlichen seinerseits großes Interesse, zum HSV wechseln zu wollen. Doch nachdem Eintracht-Boss Markus Krösche ein konkretes Angebot der Hamburger im Bereich von drei bis vier Millionen Euro ablehnte und trotzdem um eine Lösung bemüht war, hat sich der Wind gedreht.

HSV-Kandidat Baum überzeugt aktuell in Frankfurt

Von einem Baum-Abschied ist zumindest aktuell in Frankfurt keine Rede mehr. Weil sich der neue Trainer Adi Hütter von den Leistungen des 21-Jährigen begeistert zeigt und ihm den Durchbruch zutraut. Am vergangenen Sonntag, beim 3:0 im Test gegen Trabzonspor, zählte Baum zur Startelf und überzeugte. Dazu kommt: Nach Informationen des Portals „Absolut Fussball“ genießt die Verpflichtung eines neuen Rechtsverteidigers in Frankfurt derzeit längst nicht mehr größte Priorität. Weil Hütter dort mit Baum plant?

Für den HSV wird die Situation immer schwieriger. Die entscheidenden Fragen sind: Wie viel Geduld bringen die Bosse um Costa auf, um abzuwarten, ob sich doch noch eine konkrete Chance auf Baum ergibt? Und wann müssen sie bei Alternativen handeln, ehe sich womöglich weitere Türen schließen?

Jatta überzeugte in beiden HSV-Testspielen

Aktuell ist Bakery Jatta auf der rechten HSV-Schiene gesetzt. Der Gambier agierte in beiden Vorbereitungsspielen gegen Rapid Wien (2:3) und Heidenheim (3:1) sehr stabil und offenbarte während der Partien deutlich weniger Schwankungen, als man es in den vergangenen Jahren von ihm gewohnt war. Als Alternativen zu Jatta stünde im Bedarfsfall Albert Grønbæk bereit, der allerdings für das zentrale offensive Mittelfeld vorgesehen ist. Auch Nicolás Capaldo, der fest in der Dreier-Abwehrkette eingeplant ist, könnte rechts spielen.

Elias Baum von Eintracht Frankfurt kontrolliert den Ball gegen Trabzonspor in Salzburg.
Elias Baum findet sich nach einer schwierigen Saison aktuell immer besser bei Eintracht Frankfurt zurecht.

Doch auch wenn Jatta aktuell überzeugt: Der HSV hat es sich so oder so zum Ziel gesetzt, auf beiden Schienen-Seiten noch Verstärkungen zu präsentieren. Dazu sollen ein neuer Abwehrchef und ein weiterer Stürmer kommen. Nicht zu vergessen ist der Traum vom Kauf Fábio Vieiras, der nach seiner Leihe erst mal zum FC Arsenal zurückgekehrt ist.

Die Schlagzahl bezüglich der Ablöseverhandlungen mit den Nord-Londonern soll in den vergangenen Tagen zugenommen haben. Davon kann in Bezug auf Baum aktuell keine Rede sein. Wie lange aber hat der HSV noch Geduld?

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