Instagram-Beitrag von Silvan Hefti mit Lionel Messi

Auf Instagram teilte Silvan Hefti (l.) ein Spielbild von ihm mit Miami-Star Lionel Messi. Foto: Screenshot Instagram/silvan.hefti

„Was für ein Publikum!“ HSV-Abgang duelliert sich jetzt mit Messi

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Vor einem halben Jahr, am 10. September 2025, reiste Silvan Hefti noch mit der U21 des HSV zu einem Auswärtsspiel in der Regionalliga Nord. Der Gegner hieß HSC Hannover und gewann mit 4:1, Heftis Mitspieler waren an diesem Abend unter anderem Immanuel Pherai, Guilherme Ramos und Levin Öztunali. Sie alle werden in dieser Saison nicht mehr für die HSV-Profis in der Bundesliga zum Einsatz kommen. Während Leihgabe Pherai (SV Elversberg) und der fixe Abgang Ramos (Beijing Guoan) den Volkspark verlassen haben, bleibt Öztunali außen vor. Und Hefti? Der duellierte sich am vergangenen Wochenende mit Top-Star Lionel Messi.

Der Torhunger des Argentiniers ist auch mit 38 Jahren noch nicht gestillt. Nach den ersten drei Spieltagen in der nordamerikanischen MLS steht Messi bei schon wieder drei Treffern, und den letzten davon erzielte er am Samstag gegen DC United – den neuen Klub von Hefti. Der Schweizer hatte sich im Winter nach nur eineinhalb Jahren aus Deutschland verabschiedet, weil er unter HSV-Coach Merlin Polzin chancenlos war. In den USA hat sich seine Situation verbessert: In den ersten Saisonpartien stand Hefti stets in der Startelf und je 90 Minuten auf dem Platz.

Silvan Hefti verliert mit DC United gegen den Messi-Klub

Das 1:2 gegen Messi-Klub Inter Miami war nach dem Auftaktsieg die zweite Pleite in Serie für den in Washington ansässigen Hauptstadtverein DC United. Hefti aber wird das Erlebnis im mit 72.026 Zuschauern gefüllten M&T Bank Stadium nicht so schnell vergessen. Der Ex-HSV-Profi staunte: „Was für ein Publikum in Baltimore!“ Dorthin war die Partie verlegt worden, weil Heftis neuer Verein den Ticketverkauf maximieren wollte. Dazu muss man wissen: Egal, wohin Messi kommt, der Fan-Andrang ist immer riesengroß. Davon wollte nun auch DC United finanziell profitieren.

 
 
 
 
 
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Auf dem Rasen lieferten sich Messi und Hefti einige Duelle, und ein entsprechendes „Beweis“-Foto veröffentlichte der Rechtsverteidiger auf Instagram. Dazu schrieb Hefti: „Ein hochintensives Spiel gegen Inter Miami. Wir werden zurückkommen.“ Die vergangene Saison beendete DC United auf dem letzten Rang der Eastern Conference, dieses Jahr soll eine bessere Platzierung her – auch mit Heftis Hilfe. Der 28-Jährige wechselte wohl auch deshalb in die US-Hauptstadt, weil dort ein Landsmann an der Seitenlinie steht: Uniteds Coach ist der Schweizer René Weiler (52).

Ex-HSV-Profi Schonlau wartet weiter auf sein MLS-Debüt

Mit prominenten Gegenspielern kennt sich Hefti übrigens aus: Im September 2021 traf er mit den Young Boys Bern auf Manchester United um Superstar Cristiano Ronaldo (41) – und gewann das erste von zwei Champions-League-Gruppenspielen gegen den Premier-League-Riesen sogar (2:1). „Das war ein großer und emotionaler Moment für mich“, erzählte Hefti vor einem Jahr im MOPO-Interview. In den kommenden Monaten könnten weitere besondere MLS-Duelle bevorstehen – zum Beispiel mit Thomas Müller, dessen Vancouver Whitecaps allerdings der Western Conference angehören. Sebastian Schonlau spielt ebenfalls für die Kanadier, hatte den HSV bereits im vergangenen Sommer in Richtung Nordamerika verlassen. An der Seite von Müller lief der Innenverteidiger aber noch keinmal auf.

Ludovit Reis und Sebastian Schonlau (r.) wurden im Dezember offiziell vom HSV verabschiedet. imago images/Jan Huebner
Ludovit Reis und Sebastian Schonlau ballen vor den HSV-Fans die Faust
Ludovit Reis und Sebastian Schonlau (r.) wurden im Dezember offiziell vom HSV verabschiedet.

Nach seinem Wechsel zu den Whitecaps hatte Schonlau erst monatelang mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen, die seinen Debüteinsatz unmöglich machten. Der 31-Jährige verpasste dann auch Vancouvers Playoff-Reise bis ins Liga-Finale gegen Inter Miami um Messi (1:3). Vor zweieinhalb Wochen gab es dann endlich eine schöne Nachricht für den Ex-HSV-Kapitän: Am ersten Spieltag der neuen MLS-Saison gegen Salt Lake City (1:0) stand er erstmals im Kader des Müller-Klubs. Bei den vergangenen beiden Partien, die die Whitecaps ebenfalls gewannen – 3:0 gegen Toronto und 4:1 gegen Portland –, fehlte er jedoch wieder im Aufgebot. Da hat ihm Hefti schon jetzt etwas voraus.

Katterbach in Wolfsburg plötzlich doch nicht im HSV-Kader

Der ehemalige U21-Nationalspieler der Schweiz hat sportlich endlich wieder Grund zur Freude. Anders als Hefti durfte ein anderer Außenverteidiger den HSV im Januar nicht verlassen: Noah Katterbach, den die Bosse um Claus Costa schließlich als Kaderabsicherung behalten wollten. Weil die Verpflichtung von BVB-Profi Almugera Kabar (19) auf den letzten Metern platzte, ging auch der anvisierte Katterbach-Transfer in die 2. Liga nicht über die Bühne.

Noah Katterbach war mit in Wolfsburg – stand kurzfristig aber doch nicht im HSV-Aufgebot. imago images/Lobeca
Noah Katterbach in der Volkswagen Arena
Noah Katterbach war mit in Wolfsburg – stand kurzfristig aber doch nicht im HSV-Aufgebot.

Der eigentlich perspektivlose Ex-Kölner wartet nun auf eine neue Bewährungsschance unter Polzin. Und beim 0:1 gegen Leverkusen am vergangenen Mittwoch stand er (aufgrund von Verletzungssorgen beim HSV) sogar erstmals seit sechs Monaten im Bundesliga-Kader, kam allerdings nicht zum Zug. Auch die Reise nach Wolfsburg (2:1) trat Katterbach am Wochenende mit an, wärmte sich in der Volkswagen Arena sogar mit der Mannschaft auf. Da es der gesundheitlich leicht angeschlagene Fábio Vieira aber letztlich ins Aufgebot schaffte, wurde Katterbach gestrichen.

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