Bakery Jatta kommt gegen Werder Bremen zum Abschluss

Bakery Jatta kommt im Nordderby zum Abschluss. Werder-Torwart Mio Backhaus kann den Ball jedoch halten. Foto: IMAGO/Justus Stegemann

„War nicht einfach für mich“: Jatta feiert besonderen HSV-Moment

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Was für eine verrückte Woche für Bakery Jatta. Am Mittwoch beim Pokalspiel gegen Kiel stand er erstmals seit dem Bundesliga-Aufstieg im Kader, kam in der Verlängerung zum Einsatz und glänzte direkt als Torschütze. Vier Tage später, beim 3:2 gegen Bremen, folgten seine Startelf-Premiere in dieser Saison – und der Sieg im Nordderby. Statt außen vor ist Jatta beim HSV plötzlich wieder voll dabei. Und er will mehr davon.

„Das war überragend“, sagte Jatta nach dem Erfolg gegen Bremen und strahlte. „Dieses Derby bedeutet uns sehr viel. Es geht um die Stadt und die Fans. Wir haben alles gegeben auf dem Platz und sind der verdiente Sieger.“

Im Sommer sollte Jatta beim HSV aussortiert werden

Für Jatta war es ein ganz besonderer Moment. Im April 2017 hatte er einst in Bremen sein Bundesliga-Debüt für den HSV gegeben. Nun durfte er gegen den gleichen Gegner erstmals nach dem Aufstieg wieder in der Bundesliga ran. Dabei stand der 27-jährige Offensivspieler zuletzt in Hamburg nur noch auf dem Abstellgleis und sollte sich eigentlich schon im vergangenen Sommer einen neuen Verein suchen.

Nicht nur Emir Sahiti (l.) und Fábio Vieira (M.) feierten Bakery Jattas HSV-Tor gegen Kiel. WITTERS
Emir Sahiti, Fábio Vieira und Bakery Jatta drehen zum Jubeln ab
Nicht nur Emir Sahiti (l.) und Fábio Vieira (M.) feierten Bakery Jattas HSV-Tor gegen Kiel.

„Es war nicht einfach für mich“, sagt Jatta rückblickend. „Ich bin aber immer positiv geblieben und habe an mir selbst gearbeitet. Wenn ich die Chance bekomme, wollte ich zeigen, dass ich auch Fußball spielen kann. Ich freue mich sehr, dass der Trainer mir die Chance gegeben hat.“

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Wie hat es Jatta geschafft, Merlin Polzin wieder von sich zu überzeugen? „Durch sehr viel Fleiß“, sagt der HSV-Coach, der nach dem Bremen-Spiel unter anderem Jattas Trainingsarbeit und seine verbesserte Fitness lobte. „Jeder Spieler, auch wenn er weniger oder gar nicht spielt, ist dafür verantwortlich, dass wir uns auf einem Level bewegen, um erfolgreich zu sein. Das hat Baka getan. Er hat hart gearbeitet und war sehr wichtig für unseren Sieg gegen Bremen.“

Jatta gefällt seine neue Rolle im HSV-Team

Insgesamt war es Jattas 219. Profi-Einsatz für den HSV. Erstmals kam er dabei als Schienenspieler zum Einsatz und durfte die komplette rechte Seite beackern. Für den 27-Jährigen kein Problem, wie er hinterher erklärte: „Ich bin offen für jede Position. Aber diese Position ist nicht komplett neu für mich. Ich weiß die Art und Weise, wie ich dort spiele. Das passt zu mir. Ich freue mich, dabei zu bleiben.“

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Jatta will jetzt mehr. Entscheiden wird das der Trainer. Mit William Mikelbrencis und Giorgi Gocholeishvili gibt es viel Konkurrenz im Aufgebot. Jatta gehört ab sofort zumindest wieder zur engeren Auswahl. Damit hatte vor einer Woche noch keiner gerechnet.

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