HSV-Profi Luka Vuskovic wird in Wolfsburg von Kollege Giorgi Gocholeishvili (oben) gefeiert.

Jubel, Trubel, Luka Vuskovic: Der HSV-Verteiger wird nach dem Sieg in Wolfsburg von seinem Kollegen Giorgi Gocholeishvili (oben) gefeiert. Foto: IMAGO/Steinsiek.ch

Bald 100 Millionen wert? Berater spricht über Zukunft von HSV-Supertalent Vuskovic

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Sollte er den HSV nach dieser Saison wirklich verlassen müssen, werden die Fans ihn schmerzlich vermissen. Luka Vuskovic wurde auch in Wolfsburg zum herausragenden Spieler seiner Mannschaft, überzeugte als Torschütze und überragender Zweikämpfer. Dabei glänzte der 19-Jährige bereits zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Fabelzahl. Derweil äußerte sich sein Berater nach längerer Zeit erstmals wieder öffentlich zu möglichen Zukunftsplänen.

Auch in Nord-London werden Vuskovic‘ Auftritte genauestens verfolgt. In schöner Regelmäßigkeit schlagen die Fans der Tottenham Hotspurs die Hände über dem Kopf zusammen und fragen sich, wie die Entscheidungsträger ihres Vereins vor dieser Saison nur auf die Idee kommen konnten, das Abwehr-Juwel ein weiteres Mal zu verleihen. Zu verfolgen sind die amüsanten oder spöttischen Kommentare in den sozialen Medien oder Podcasts rund um den Verein, verbunden mit einer deutlichen Ansage: Vuskovic dürfe zur nächsten Serie nicht erneut abgegeben werden. Komme, was wolle.

Ab November darf Mario Vuskovic wieder für den HSV spielen

Der Kroate selbst ist da allerdings anderer Meinung. Mehrfach schon stellte Vuskovic klar, dass er liebend gern noch eine weitere Saison in Hamburg dranhängen würde, um beim HSV in der kommenden Spielzeit Seite an Seite mit seinem Bruder Mario spielen zu können. Der ist nach überstandener Doping-Sperre ab November wieder spielberechtigt. Für die Vuskovic-Brüder könnte sich so beim HSV eine möglicherweise einmalige Karriere-Chance bieten.


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Die Aussichten, dass es so kommen könnte, werden allerdings von allen Seiten als gering eingestuft, was vor allem mit den Leistungen des HSV-Verteidigers zu tun hat. Bis 2030 läuft sein Vertrag in Tottenham. Nahezu alle europäischen Top-Vereine haben das Juwel auf dem Zettel, einige von ihnen dürften im Sommer versuchen, Vuskovic mit Hilfe einer hohen Ablöse zu sich zu locken. Im Umfeld der Spurs heißt es allerdings, diese müsste schon im Bereich von 80 bis sogar 100 Millionen Euro liegen, damit so ein Geschäft überhaupt in Betracht kommen könnte. Der HSV hingegen hofft auf eine Leihe.

Auch der FC Barcelona zeigt Interesse am HSV-Juwel

Dass Hamburgs Wunsch nach einer Weiterbeschäftigung schwer umzusetzen sein wird, versteht sich von selbst. Vuskovic‘ Berater Pini Zahavi aber kommt die Diskussion ohnehin noch deutlich zu früh. „Ich kann dazu zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen“, erklärte der Israeli in spanischen Medien zu den Gerüchten um das Interesse größerer Vereine wie etwa des FC Barcelona. „Der Spieler gehört weiterhin zu Hamburg und konzentriert sich voll und ganz auf diesen Verein.“ Und weiter: „In genau zwei Monaten, also nach Ablauf seiner Leihfrist und seiner offiziellen Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten bekannt geben.“

Der Mann, der die Geschicke von Luka Vuskovic lenkt: Star-Berater Pini Zahavi imago/PRiME Media Images
Berater Pini Zahivi schaut sich auf der Tribüne eine Partie an.
Der Mann, der die Geschicke von Luka Vuskovic lenkt: Star-Berater Pini Zahavi

Vuskovic‘ Marktwert betrug laut transfermarkt.de zuletzt 40 Millionen Euro. Tendenz: deutlich steigend. Dazu tragen Leistungen wie in Wolfsburg bei, wo der Nationalspieler nicht nur beide Strafstöße für den HSV herausholte (und den ersten zum 1:1 verwandelte). Zudem knackte Vuskovic abermals eine Traummarke.

Vuskovic entschied in Wolfsburg alle Zweikämpfe für sich

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gewann der HSV-Abwehrchef alle Zweikämpfe, die er in einer Partie bestritt. Das gelang ihm zuvor bereits Mitte Dezember in Hoffenheim (1:4), als er sämtliche zehn Duelle, in die er involviert war, für sich entschied. Am vergangenen Samstag ging Vuskovic aus all seinen 13 Zweikämpfen als Sieger hervor.

Herausragend: Mit nun 69,83 Prozent gewonnener Duelle in dieser Saison ist er der beste Zweikämpfer der gesamten Liga. Kein anderer Profi, der mehr als sieben Ligaspiele bestritt, kommt an diese Zahl heran. Zudem erzielte kein anderer Abwehrspieler so viele Saisontore wie das HSV-Juwel (fünf).

Trägt Vuskovic nur noch neunmal das HSV-Trikot?

Reichlich Zahlen, die Vuskovic‘ Wert für seinen Verein dokumentieren und eigentlich nur einen vernünftigen Schluss zulassen: Neunmal noch wird er das HSV-Dress tragen, dann dürfte Schluss im Volkspark sein. Zumindest eines aber will der jüngere Vuskovic-Bruder sicherstellen, wie sein Trainer Merlin Polzin nach dem Sieg in Wolfsburg zu berichten wusste: „Ich glaube, Luka ist sehr daran interessiert, dass wir auch nächste Saison einen Vuskovic mit der Nummer 44 auf dem Rücken in der Bundesliga sehen.“  

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Das wäre dann immerhin etwas. Was den Rest der zarten Hoffnungen auf einen Verbleib des Top-Talents angeht, bauen die HSV-Entscheidungsträger auf einen regelmäßigen Austausch mit Vuskovic‘ Management – und das Prinzip Hoffnung.

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