Vorm Derby: HSV verabschiedet einen Profi – doch er trainiert noch im Volkspark
Er hinterließ viele lachende Gesichter. Seit Gui Ramos im Sommer 2023 zum HSV wechselte, zählte er teamintern stets zu den beliebtesten Profis, entsprechend herzlich fiel am Dienstag die Verabschiedung des Portugiesen in der Kabine aus. Der 28-Jährige steht vor dem Wechsel zum chinesischen Erstligisten Beijing Guoan und sitzt quasi auf gepackten Koffern. Kurios allerdings: Obwohl Ramos bereits verabschiedet wurde, kann er auch weiterhin im Volkspark mittrainieren.
Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, beim HSV aber zweifelt niemand daran, dass der Wechsel klappt. Seinen Medizincheck absolvierte Ramos bereits am Dienstag im Volkspark. Am Mittwoch war er damit beschäftigt, alles für seinen großen Umzug zu regeln, so benötigt der Abwehrmann erst noch ein Visum, um in China einreisen zu können. Gut Ding will Weile haben.
Für Ramos erhält der HSV noch eine kleine Ablöse
Ramos verlässt den HSV – ein Wechsel mit Verzögerung. Eigentlich sollte er bereits im Sommer weg, da aber bot sich keine für alle Seiten attraktive Gelegenheit. Nun aber passen die Zahlen. Dem Vernehmen nach macht Ramos in Peking einen finanziellen Sprung, zudem soll der HSV eine Ablöse im Bereich von etwa 100.000 Euro erhalten. Insgesamt ein so gutes Paket, dass die Hamburger ihren Abwehrmann (kam in dieser Saison auf acht Liga-Einsätze, zumeist als Joker kurz vorm Ende) gehen lassen.

Aber: Durchaus möglich, dass Ramos in den kommenden Tagen weiterhin im Volkspark trainiert. Zwar nicht mehr auf dem Platz, dafür aber im Kraftraum. Bis alles geregelt ist, darf er jederzeit vorbeischauen und sich fithalten, diese Zusage gaben die HSV-Bosse und -Physios dem Portugiesen.
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Ramos wird nach Jonas Meffert (Kiel), Daniel Peretz (Southampton) und Anssi Suhonen (Odense) der vierte HSV-Abgang des Winters. Weitere könnten folgen. Noah Katterbach, mit dem der HSV nicht mehr plant, fehlte am Mittwoch beim Training – allerdings nicht, weil ein Wechsel bevorsteht. Der Linksfuß meldete sich aufgrund einer Erkältung ab. Auch von Silvan Hefti würden sich die Bosse gern trennen. Keine Bewegung gibt es bei Emir Sahiti, der seit Monaten einen schweren Stand hat. Nicht auszuschließen auch, dass Immanuel Pherai in den kommenden Tagen auf die HSV-Verantwortlichen zukommt, um eine Luftveränderung anzustreben.
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