Vor „glänzender Karriere“: Stufenplan für neues HSV-Juwel Vasiljevic
Der erste Sommerzugang für die neue Saison steht beim HSV fest. Der erst 16-jährige Angreifer Andrej Vasiljevic wechselt aus Budapest in den Volkspark. Es ist ein Transfer, der für Aufsehen sorgt. Die Hamburger zahlen für den Ungarn eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro plus Boni, mehrere europäische Top-Klubs, unter anderem Inter Mailand, sollen Interesse am Mittelstürmer gehabt haben. Was kann der U17-Nationalspieler? Wie kam es zu dem Deal? Wie plant der HSV mit dem Supertalent? Und wer sind seine Vorgänger im Volkspark?
„Andrej besitzt ein hochspannendes und ausgewogenes Stürmer-Profil: Er vereint klassische Attribute eines Mittelstürmers wie Größe, Technik und Torgefahr in hohem Maße und verfügt für sein Alter über eine sehr reife Spielanlage“, sagt HSV-Sportdirektor Claus Costa über den Angreifer, der trotz seines jungen Alters bereits 1,91 Meter groß ist. Für MTK Budapest spielte Vasiljevic zuletzt schon für die U19. Dort soll er auch beim HSV im Sommer starten.
Costa reiste für den Transfer extra nach Budapest
Hinter dem Transfer steckt beim HSV viel Arbeit. Intensiv und über einen langen Zeitraum beschäftigten sich die Hamburger mit dem Mittelstürmer. Scouts schauten sich zahlreiche Spiele live an. Auch Costa reiste zwischenzeitlich nach Budapest, um unter anderem mit Vasiljevics Familie zu sprechen. Die HSV-Trainer der U19 und U21 sowie Proficoach Merlin Polzin führten vor der Vertragsunterschrift Gespräche mit dem 16-Jährigen.

Am Ende war es eine erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit. „Dieser Transfer steht exemplarisch für die enge Zusammenarbeit zwischen der Profiabteilung und dem NLZ“, so Costa, der zugleich betont: „Wir sind überzeugt, dass Andrej mit uns die nächsten Schritte seiner Karriere erfolgreich gehen kann.“
Diese Überzeugung teilt auch die Berateragentur EM Sports Consulting, die gemeinsam mit der Familie des Stürmers den Transfer nach Hamburg umsetzte. Dort heißt es: „Wir haben großes Vertrauen in dieses Projekt, da Andrej so viel Potenzial besitzt, dass er eine glänzende Karriere auf internationalem Niveau vor sich hat.“
Vasiljevic startet in der U19 und wohnt im HSV-Campus
Wohnen wird Vasiljevic in Hamburg im HSV-Campus im Volkspark. Dort ist bereits ein Zimmer für ihn reserviert. Sportlich soll er im Sommer zunächst in der U19 beginnen. Wie schnell es für ihn danach weiter nach oben geht, hängt von ihm selbst ab. Gebremst werden soll er nicht. Auch die nächsten Schritte in die U21 und zu den Profis könnten im besten Fall zügig folgen.
Zweifel an seinem außergewöhnlichen Talent gibt es keine. Eine Garantie, dass er in den kommenden Jahren tatsächlich den Durchbruch schafft, jedoch ebenso wenig. Beim HSV ist man dennoch voll von ihm überzeugt. Auch die für einen 16-Jährigen sehr hohe Ablösesumme sorgte intern nicht für Zweifel. Im Volkspark stehen alle hinter dem Transfer.
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Vasiljevic ist der dritte Ungar, der in der U19 des HSV spielt und den Weg nach ganz oben schaffen will. Seine Vorgänger sind Dániel Nagy und Péter Beke. Für Letzteren zahlten die Hamburger einst ebenfalls eine Ablösesumme von immerhin 115.000 Euro. Ein Pflichtspiel für die HSV-Profis absolvierte das Duo nie. Mittlerweile sind beide wieder in Ungarn aktiv. So soll es bei Vasiljevic nicht laufen. Angesichts der Investition und Arbeit wäre das auch sonst ziemlich schmerzhaft.
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