Choreo auf der Nordtribüne beim bislang letzten Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen in der Bundesliga.

Choreo auf der Nordtribüne beim bislang letzten Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen in der Bundesliga. Foto: imago/Oliver Ruhnke

Vor Duell mit Werder: Derby-Nachhilfe für die HSV-Profis

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Besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen. Erstmals seit über acht Jahren gibt es am Sonntag im Volksparkstadion wieder ein richtiges Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen in der Bundesliga. Für die meisten Spieler wird es gleichzeitig eine Premiere sein. Damit alle Profis die Bedeutung dieses Duells mit allen Aspekten schon im Vorfeld kennen, wird im Volkspark auch auf eine kleine Derby-Nachhilfe gesetzt – ein ungewöhnlicher Schachzug.

Über Jahrzehnte haben Spiele zwischen dem HSV und Werder Bremen die Bundesliga geprägt. Merlin Polzin war als HSV-Fan bei vielen dieser Begegnungen live im Stadion dabei und kennt alles ganz genau. Für die meisten Profis in seiner Mannschaft gilt das nicht. Aus dem aktuellen Kader der Hamburger hat bislang nur Bakery Jatta ein Nordderby als Spieler in der Bundesliga erlebt. Daniel Heuer Fernandes, Miro Muheim und Jonas Meffert haben zudem in der Zweiten Liga schon einmal mit dem HSV gegen Bremen gespielt – das allerdings unter Corona-Bedingungen.

Polzin blickt vor dem Nordderby in die Vergangenheit

Am Sonntag soll alles wieder so heiß und groß werden wie früher. „Vielleicht ist es für den einen oder anderen Spieler nicht so zu greifen, weil es die letzten Jahre weniger die Duelle gegen Werder gab, sondern eher andere Derbys, die gespielt wurden“, meint Polzin, der ganz bewusst in dieser Woche mit seinem Team auch den Blick in die Vergangenheit wählte. „Man muss die Bedeutung aus der Geschichte hervorholen und klarmachen, dass es das Duell zweier Städte auf sportliche Art und Weise ist. Natürlich spielt das auch in der Vorbereitung neben all den inhaltlichen Dingen eine Rolle.“

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Ein Mix aus „Emotionalität“ und „Power“ soll am Sonntag zum Erfolg gegen Bremen führen. Worte und Bilder sollen im Vorfeld helfen. Auch Zeugwart und Busfahrer Miro Zadach spielte dabei in dieser Woche eine besondere Rolle. Er sprach zur Mannschaft und brachte die Bedeutung des Nordderbys noch einmal allen aus seiner Sicht nahe. Viel zu erzählen dürfte er dabei auf jeden Fall gehabt haben. Zadach ist seit 2005 beim HSV. In den vergangenen 20 Jahren war er bei etwa 30 Nordderbys hautnah dabei.

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Auch ein emotionales Video mit vielen positiven Derby-Sequenzen dürfte es für die Spieler vor dem Anpfiff gegen Werder noch einmal geben. Auf eine solche Maßnahme hatte Polzin bereits in der Vergangenheit vor wichtigen Spielen mit Erfolg gesetzt. Für das Nordderby wird er sicher auch in diesem Bereich nichts unversucht lassen. Der HSV-Coach: „Es sind die Spiele, an die man sich am Ende der Saison erinnern wird. Das wollen wir im besten Fall mit sehr vielen positiven Emotionen verbinden. Wir wollen jeden mitnehmen und alles rauslassen.“

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