Volkspark-Wahnsinn! HSV bricht alle Rekorde – und knackt Millionen-Grenze

Daniel Heuer Fernandes steht auf dem Dach der Auswechselbank und jubelt
Ekstase: Daniel Heuer Fernandes tanzt nach dem Aufstieg auf dem Dach der Auswechselbank.

Auch zum Jahresabschluss sorgten die HSV-Profis für erfreute Gesichter im Volkspark. Nach den späten Toren gegen Dortmund (1:1), Stuttgart (2:1) und Bremen (3:2) sicherten sie sich mit dem 1:1 gegen Frankfurt einen weiteren wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Für den HSV schließt sich damit ein Kalenderjahr, das vor allem im eigenen Stadion zahlreiche Gänsehaut-Momente produzierte. Was steckt hinter dem Volkspark-Wahnsinn und der Fan-Power, die 2025 immer wieder um sich griff? Die MOPO hat sie entschlüsselt und fasst die wichtigsten Zahlen des Jahres zusammen.

Geschichtsträchtig: 1,125 Millionen Zuschauer strömten 2025 in den Volkspark – 966.538 davon zu den 17 Heimspielen der Profis (je acht Mal Bundesliga und Zweite Liga sowie ein Mal DFB-Pokal), der Rest zu neun Frauen-Partien und der Saisoneröffnung im Sommer.

Der Platz vor dem Volksparkstadion ist voller Fans
Auch zur Saisoneröffnung im Juli war der Volkspark voll.

Geschmackvoll: 850.000 Becher mit je einem halben Liter Bier wurden im Laufe des Jahres ausgeschenkt.

Gebraten: 120.000 Bratwürste wurden insgesamt von den Zuschauenden verzehrt.

Getragen: 115.000 Mal wurde das HSV-Aufstiegsshirt verkauft, das nach dem Sprung in die Bundesliga erhältlich war (Aufdruck: „Der HSV ist wieder da“). Damit ist das Shirt der bestverkaufte HSV-Fanartikel des Jahres.

Gemeldet: 27.000 neue Mitglieder verzeichnete der HSV im Jahr 2025. Damit stieg die Gesamtzahl der Mitglieder auf mehr als 140.000 an. Hinter den Bayern (410.000), Dortmund (230.000), Schalke (205.000), Frankfurt (158.000) und Köln (153.000) ist der HSV mit dieser Zahl die Nummer sechs des Landes.

Gesetzt: 1440 der möglichen 1560 Pflichtspielminuten im Volkspark bestritt Daniel Heuer Fernandes, gegen Frankfurt dürften im Normalfall weitere 90 Minuten hinzukommen. Damit ist der HSV-Keeper (wurde nur im Pokal gegen Kiel von Daniel Peretz vertreten) gemessen an den Minuten der Volkspark-Rekordspieler des Jahres. Aber: Der eigentliche Dauerbrenner ist Ransford Königsdörffer. Als einziger HSV-Profi (!) kam der Angreifer in jedem Heimspiel des Jahres zum Einsatz.

Nach der Aufstiegsfeier im Volksparkstadion war der Rasen malträtiert.
Nach der Aufstiegsfeier im Volksparkstadion war der Rasen malträtiert.

Gestiegen: 505 neue HSV-Fanclubs registrierten sich in diesem Jahr. Die Gesamtzahl liegt nun bei rund 2600 in knapp 40 Ländern.

Gewachsen: 99,75 Prozent betrug die Auslastung des Stadions bei den 17 Spielen der Profis – eine gigantische Zahl. Der Zuschauerschnitt für das Jahr 2025 liegt damit bei 56.855.

Gejubelt: 53 Tore fielen in diesem Jahr im Volkspark. 33 für den HSV, 20 für die Gegner. Damit sahen die Fans im Schnitt mehr als drei Treffer pro Partie.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!

Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • U-Bahn-Mord: Geschichte eines sinnlosen Todes

  • Block-Prozess: Wird der Patriarch doch noch angeklagt?

  • Streit um Haus-Sanierung: Erst Leerstand, jetzt Brandstiftung

  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag

  • 16 Seiten Sport: Der große Transfer-Check & Khedira schwärmt vom neuen HSV

  • 28 Seiten Plan 7: Opern-Horror mit Donald Trump, Hype um Rap-Star Apache 207 & Ideen für Wochenendtrips

Gesehen: 36 verschiedene HSV-Profis liefen in diesem Kalenderjahr im Volkspark auf. Die wenigsten Minuten in diesem Kreis sammelte Otto Stange (49/zurzeit an Elversberg verliehen).

Getroffen: 7 Heim-Tore erzielte Davie Selke 2025 – wohlgemerkt in nur acht Zweitliga-Heimspielen, danach wechselte der Angreifer zu Basaksehir Istanbul. Damit ist Selke im Volkspark Torjäger Nummer eins des Jahres, vor Königsdörffer (vier), Rayan Philippe und Albert Sambi Lokonga (je drei).

Moment für die Ewigkeit: Die HSV-Frauen trafen bei der Bundesliga-Rückkehr zum späten Ausgleich gegen Wolfsburg.
Moment für die Ewigkeit: Die HSV-Frauen trafen bei der Bundesliga-Rückkehr zum späten Ausgleich gegen Wolfsburg.

Gehalten: 4 Strafstöße wurden verhängt. Das Besondere: Nur einer war drin (Selke traf Ende April gegen den KSC). Königsdörffer scheiterte gleich zwei Mal (gegen Köln und Wolfsburg), dazu auch der Ulmer Samir Telalovic an HSV-Keeper Heuer Fernandes.

Gefrustet: 4 Mal jubelten die HSV-Fans schon, ehe der VAR vermeintliche Treffer doch noch kassierte. Gleich zwei Mal war dies im Februar gegen Kaiserslautern der Fall (Ransford Königsdörffer und Davie Selke waren die Pechvögel), dazu Ende August gegen St. Pauli (ebenfalls Königsdörffer). Gegen Frankfurt wurde Fabio Vieiras vermeintliches 2:1 nach Video-Überprüfung nicht gegeben.

Geahndet: 2 Platzverweise sahen die Fans im Jahr 2025 – für Giorgi Gocholeishvili (gegen St. Pauli) und Alexander Røssing-Lelesiit (gegen Stuttgart/jeweils Gelb-Rot).

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Gerechnet: 1 einziges Mal nur war der Volkspark nicht ausverkauft – Ende März gegen Elversberg (56.328 Zuschauer) blieben 672 Plätze frei. Im kommenden Jahr werden die HSV-Fans versuchen, diese Zahl zu pulverisieren.