Die HSV-Profis jubeln nach dem Sieg in Frankfurt

Jubel ohne Ende: Die HSV-Profis bejubeln den Klassenerhalt – gibt es bald noch mehr zu feiern? Foto: IMAGO/Fotostand

Völlig verrückt: So könnte der HSV noch den Europacup erreichen

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Sein Klassenziel hat der HSV bereits vor den abschließenden Saisonpartien gegen Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) und in Leverkusen (16. Mai) erreicht: Die Hamburger bleiben erstklassig. Wer nun aber denkt, der Rest der Spielzeit könnte langweilig werden, hat vergessen, nach rechts und links zu schauen. Denn auch wenn die Hoffnung äußerst vage ist: Der HSV hat sogar noch eine Mini-Mini-Chance auf den Europapokal …

Schon jetzt steht fest, dass Merlin Polzin und seine Profis am Sonntag in den Ovationen ihrer Fans baden dürfen. Nach kurzem Zittern in den vergangenen Wochen wurde der Klassenerhalt unter dem Strich äußerst souverän eingefahren, allein das sorgt schon für große Jubelstürme im Volkspark. Und dennoch: Zumindest theoretisch könnte es auch noch zu einer Krönung der Saison kommen, die bislang noch kaum jemand auf dem Zettel hat.

Der HSV besitzt noch eine winzige Chance auf Europa

Der HSV und seine Mini-Mini-Chance auf Europa. Platz neun könnte dafür reichen. Zahlreiche Vereine und mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle.

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Voraussetzung eins: Deutschland müsste Spanien in der UEFA-Fünfjahres-Wertung verdrängen und sich dadurch einen fünften Startplatz in der Champions League sichern. Dadurch würden der Tabellensechste und -siebte der Bundesliga in die Europa League einziehen, der Achte in die Conference League. Aktuell beträgt Deutschlands Rückstand auf die Spanier 0,567 Punkte. Sollten die Bayern am Mittwochabend (21 Uhr) mit einem Sieg gegen PSG (Hinspiel: 4:5) das Champions-League-Finale erreichen, läge Deutschland vorn. Aber: Entscheidend ist, ob auch Freiburg am Donnerstag (21 Uhr) ins Europa-League-Finale einzieht und die 1:2-Hinspielpleite gegen Braga dreht.

Gewinnt der SC Freiburg die Europa League?

Voraussetzung zwei: Die Breisgauer müssen die Europa League gewinnen. Denn als Sieger des Wettbewerbs würden sie von der UEFA mit einem Startplatz in der Champions League belohnt werden und dort für einen sechsten deutschen Startplatz sorgen. Dann würde der Bundesliga auch Platz neun für die Conference League reichen.

Voraussetzung drei: Damit der HSV – aktuell auf Rang zwölf liegend – Neunter wird, ist er nicht nur auf zwei eigene Siege gegen Freiburg und in Leverkusen angewiesen, sondern auch auf Schützenhilfe und Aussetzer anderer Klubs. Der FC Augsburg (40 Punkte), der als Tabellenneunter sechs Punkte vor dem HSV (34) liegt, müsste seine Spiele gegen Gladbach und bei Union Berlin verlieren. Siegt der HSV wiederum noch zweimal, stünde er aufgrund der dann besseren Tordifferenz vor dem FCA.

Der HSV müsste Gladbach, Mainz und Augsburg überholen

Aber: Auch Mainz (Zehnter/37 Punkte) und Gladbach (Elfter/35 Zähler) müssen noch patzen, um vom HSV überholt werden zu können. Am Beispiel Gladbach bedeutet das: Da der HSV ja einen Sieg der Borussen in Augsburg bräuchte, dürften die Niederrheiner anschließend daheim nicht gegen Hoffenheim gewinnen. Mainz trifft noch auf Union Berlin (daheim) und Heidenheim (auswärts).

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Der HSV und Europa? Treten alle genannten Fälle ein, könnte der HSV die Conference League erreichen. Bislang eine ziemlich verrückte Rechnung, bei der einiges passieren müsste, damit sie überhaupt aufgehen könnte. Aber auch eine, die die Saison für den HSV möglicherweise doch noch mal einen kleinen Tick spannender macht …

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