Immanuel Pherai mit Mütze auf dem Kopf beim HSV-Training

Immanuel Pherai kam in der Bundesliga bislang für den HSV kaum zum Einsatz. Foto: WITTERS

Viele Anfragen! Pherai steht vor der wichtigsten Entscheidung seiner Karriere

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Insgesamt 26 verschiedene Spieler wurden beim HSV in der ersten Saisonhälfte bislang eingesetzt – bei keinem anderen Bundesliga-Team ist die Zahl höher. Die große Auswahl im Kader der Hamburger führt allerdings auch dazu, dass viele Profis mit ihrer bisherigen Einsatzzeit unzufrieden sind. Dazu gehört auch Immanuel Pherai, der nun vor einer der wichtigsten Entscheidungen seiner Karriere steht.

Anders als viele Mitspieler hat sich Pherai in der kurzen Winterpause gegen Urlaub entschieden. Zu sehen war zuletzt in den sozialen Medien lediglich, wie der Mittelfeldspieler im Kraftraum schuftet. Die Botschaft dahinter wirkt klar: Der 24-Jährige will topfit ins neue Jahr starten. Denn 2026 steht für ihn eine Menge auf dem Spiel. Ob der HSV dabei weiterhin der richtige Verein für ihn ist, muss er allerdings noch entscheiden. Alternativen gibt es nach MOPO-Informationen mehr als genug.

Erst fünf Joker-Einsätze für Pherai in der Bundesliga

Sehr viel hatte sich Pherai für diese Saison vorgenommen. Nach dem Bundesliga-Aufstieg wollte der Offensivkünstler, der 2023 aus Braunschweig nach Hamburg gewechselt war, im Volkspark endlich richtig durchstarten. Geklappt hat das bislang so gut wie gar nicht. An den ersten 15 Spieltagen kam er lediglich auf fünf Joker-Einsätze – insgesamt nur 25 Minuten. Fitness- oder Einstellungsprobleme sind dafür kaum der Grund.


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Um Spielpraxis zu sammeln, lief Pherai in der ersten Saisonhälfte dreimal in der Regionalliga Nord für die U21 des HSV auf – und glänzte dort mit vier Toren und drei Vorlagen. Zudem verzichtete er im Herbst auf eine Reise zur Nationalmannschaft, weil ihn diese in der Vergangenheit immer wieder aus dem Rhythmus gebracht hatte. Geändert hat das alles an seinem Status bei den HSV-Profis allerdings nichts. Selbst als es im letzten Bundesliga-Spiel vor der Winterpause beim 1:1 gegen Frankfurt mehrere Ausfälle in der HSV-Offensive gab, blieb für ihn nur ein Joker-Einsatz über drei Minuten.

Immanuel Pherai jubelt im Trikot der U21 des HSV. IMAGO/Niklas Heiden
Immanuel Pherai freut sich über eines seiner Tore für die U21 des HSV.
Immanuel Pherai jubelt im Trikot der U21 des HSV.

Im März geht es für Suriname um die WM

Für Pherai ist das zu wenig – gerade auch mit Blick auf das kommende Jahr. Im März kämpft sein Nationalteam aus Suriname in den Playoffs um eines der letzten WM-Tickets. Erster Gegner ist Bolivien. Für diese historische Chance wurde im Dezember mit dem Niederländer und ehemaligen Ajax-Coach Henk ten Cate extra ein neuer Nationaltrainer geholt. Der wird allerdings wohl auch nur auf Pherai setzen, wenn dieser bei seinem Verein wieder regelmäßig zum Einsatz kommt.

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Bekommt Pherai diese Chance beim HSV noch – oder muss er den Volkspark im Winter verlassen? Fest steht: Einen Markt hat der 24-Jährige. Es gibt mehrere attraktive Anfragen, aus Deutschland und aus dem Ausland. Dazu sollen auch Vereine aus den großen Ligen in Europa gehören. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Gemeinsam mit seiner Familie will sich Pherai alles genau überlegen.

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Für den Offensivspieler geht es jetzt um seine Karriere. Pherais Vertrag in Hamburg läuft noch bis 2027. Steine würden ihm die Verantwortlichen im Volkspark bei einem vorzeitigen Wechselwunsch nicht in den Weg legen. Können sie ihm auf der anderen Seite auch noch eine Perspektive für eine Zukunft beim HSV bieten? Beides ist möglich. Ohne das nötige Vertrauen und auch einer gewissen Freiheit auf dem Platz wird es Pherai in Hamburg weiter schwer haben.

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