Fabio Vieira streichelt mit dem linken Fuß den Ball und setzt sich im Zweikampf gegen Gladbachs Yannik Engelhardt durch.

Fábio Vieira streichelt mit dem linken Fuß den Ball und setzt sich im Zweikampf gegen Gladbachs Yannik Engelhardt durch. Foto: imago/Philipp Szyza

Vieira dreht beim HSV auf: Was plant Polzin jetzt mit dem Portugiesen?

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Für den HSV war das 0:0 gegen Mönchengladbach am Samstag eine gefühlte Niederlage. Zu hoch war bei insgesamt 27 Torschüssen die Überlegenheit der Hamburger. Doch es gab auch Gewinner im Team von Trainer Merlin Polzin. Dazu gehörte Fábio Vieira, der eindrucksvoll zeigte, wie gut und wertvoll er im zentralen Mittelfeld sein kann.

Weil Albert Sambi Lokonga im Abschlusstraining für das Gladbach-Spiel einen Schlag auf die Wade bekommen hatte, musste der Belgier im ersten HSV-Heimspiel des Jahres aussetzen. Vieira war der Nutznießer. Statt wie so oft als flexibler Offensivspieler, der zwischen der rechten Seite und dem Zentrum wechselt, durfte der Portugiese als echter Spielmacher ran – und legte einen bemerkenswerten Auftritt hin.

Vieira überzeugt mit Bestwerten für den HSV

Vieira war vor allem in der ersten Halbzeit der Dreh- und Angelpunkt im HSV-Spiel. In der zentralen Rolle mit dem Spiel vor Augen blühte der Portugiese auf und sprühte nur so vor Spielfreude. Insgesamt brachte er es auf 72 Ballkontakte und fünf Torschüsse – beides waren für ihn Höchstwerte in einem Spiel für die Hamburger. Dazu leitete er zahlreiche Angriffe ein. Nur der Ertrag stimmte am Ende nicht.


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Auch Polzin hat der Auftritt gefallen. Seine zentrale Rolle auf dem Platz sah er dabei allerdings nicht als ausschlaggebenden Punkt. Vielmehr betonte der HSV-Coach, dass Vieira nach dem schwachen Auftritt in der Vorwoche beim 1:2 in Freiburg unbedingt eine Reaktion zeigen wollte. Polzin: „Er hat uns alle mal wieder eines Besseren belehrt, welche Qualitäten er hat, um die Mannschaft nach vorne zu bringen.“

Luxussituation für den HSV vor dem Stadtderby

Dass er das am besten aus der zentralen Position kann, ist offensichtlich. Dauerhaft wird er den Platz dort aber wohl trotzdem nicht bekommen. Für das Stadtderby am kommenden Freitag beim FC St. Pauli soll auch Sambi Lokonga zurück sein. Damit wird es im Zentrum wieder voll – und auf Polzin wartet eine besondere Herausforderung.

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Nicolai Remberg ist als Kämpfer und Abräumer gesetzt. Vieira und Sambi Lokonga gehören ebenfalls in das zentrale Mittelfeld. Platz gibt es dort aber nur für einen. Eine knifflige Situation, die Polzin allerdings auch gefällt. „Mein Auftrag ist es, dass wir als HSV erfolgreich sind. Dazu werden beide ihren Teil beitragen. Es ist schön, wenn man als Trainer aus solchen Spielern auswählen kann“, sagt der Coach, der am liebsten auf beide setzen würde.

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Dafür gibt es im aktuellen Spielsystem der Hamburger aber keinen Platz – zumindest nicht, wenn bei der Aufstellung in erster Linie auf die individuellen Stärken der Spieler gesetzt werden soll.

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