Vertrags-Detail bei Öztunali: Das könnte für den HSV teuer werden
Anfang der Woche schwanden auch die letzten Hoffnungen des HSV, Levin Öztunali in diesem Winter noch abgeben zu können. Nachdem auch das Transferfenster der Schweiz am vergangenen Montag geschlossen wurde, dürfte feststehen, dass der 28-Jährige zumindest bis zum Sommer im Volkspark bleiben wird. Besonders bitter für den HSV: Der ohnehin schon teure Fehlgriff könnte schon bald noch teurer werden.
Nahezu jeden Tag kommt Öztunali in den Volkspark, doch statt eines HSV-Trikots streift er seit Monaten nur noch Trainingsklamotten über. Bei den Profis wurde der Seeler-Enkel nach Steffen Baumgarts Entlassung Ende November aussortiert und zur U21 abgeschoben. Doch auch dort soll Öztunali lediglich trainieren, aber nicht spielen. Zum einen will der HSV seinen Talenten keine Spielzeit rauben, zum anderen aber sollte die Maßnahme Öztunalis Bewusstsein dafür schärfen, sich im Winter doch noch einen neuen Verein zu suchen. Das aber blieb ein frommer Wunsch.
Öztunalis Vertrag beim HSV endet erst im Sommer 2026
Schlecht für den HSV, der Öztunali auch weiterhin sein volles Gehalt zahlen muss. Dessen Jahressalär soll sich im Bereich von mehr als 500.000 Euro bewegen. Besonders schmerzhaft aber könnte die Angelegenheit für den HSV im Aufstiegsfall werden, denn nach MOPO-Informationen würde sich Öztunalis Gehalt in diesem Fall deutlich erhöhen. Ein nicht ungewöhnlicher Vertragsbestandteil, den der damals ablösefreie Profi im Sommer 2023 aushandelte, als Ex-HSV-Sportvorstand Jonas Boldt ihn nach Hamburg lotste.
Für den HSV eine kostspielige Geschichte, denn: Öztunalis Vertrag endet erst im Sommer 2026. Läuft es ganz blöd, würde der frühere Junioren-Nationalspieler (74 Einsätze) bis dahin keine einzige Minute mehr für den HSV auflaufen, aber noch insgesamt knapp eine Million Euro einstreichen.
Auch eine Vertragsauflösung wäre teuer für den HSV
Die einzige Hoffnung: Der Offensivmann findet im Sommer doch noch eine neue Aufgabe, die ihn reizen würde – oder geht auf das Angebot einer Vertragsauflösung ein. Doch auch das dürfte den HSV teuer zu stehen kommen.
Das könnte Sie auch interessieren: Durchbruch im Vertrags-Poker! Ein HSV-Star soll noch im Februar verlängern
Der Fall Öztunali verdeutlicht einmal mehr, warum der HSV unter Sportvorstand Stefan Kuntz dabei ist, sein Bezahlmodell zu revolutionieren. Künftig sollen die Profis weniger Grundgehalt kassieren, dafür aber höhere Leistungsprämien kassieren. Öztunali aber profitiert noch von seinem alten Vertrag – zum Leidwesen des HSV.