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Vertrag läuft aus! Muheim über seine HSV-Zukunft: „Ich kann nur sagen ...“

Miro Muheim im roten HSV-Trainingsshirt auf dem Platz im adidas Home Ground in Herzogenaurach.
Miro Muheim absolviert im Trainingslager des Hamburger SV in Herzogenaurach eine Einheit im adidas Home Ground.

Nach Eigentor, Verletzung und dem historischen Viertelfinale mit der Schweiz erzählt Miro Muheim von der WM – und äußert sich zu seiner Vertragslage beim HSV.

Sein ansteckendes Lächeln hat Miro Muheim nicht verloren – es ist während des Sommers eher noch größer geworden. Dabei hatte in Nordamerika zunächst alles auf ein Albtraum-Turnier für den HSV-Profi hingedeutet. Muheim erzielte bei seiner WM-Premiere ein Eigentor und kehrte wenige Wochen später doch voller Stolz in die Schweiz zurück.

„Die Menschen sind sehr, sehr stolz auf uns“, sagt Muheim über seine Landsleute, die ihn, Granit Xhaka und Co. nach der Heimkehr aus den USA frenetisch feierten. „Der Empfang war richtig schön. Das hat uns gutgetan.“ Und sie hatten es sich verdient – denn die Schweiz hatte es erstmals seit 1954 bis in ein WM-Viertelfinale geschafft.

WM als „Riesenerlebnis“ für HSV-Profi Muheim

„Es war ein Riesenerlebnis“, sagt Muheim über seine Weltmeisterschaftspremiere. „Ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Das ganze Drum und Dran war sehr beeindruckend. Es war eine coole Zeit.“ Sie begann allerdings suboptimal, auch aus persönlicher Sicht: Im ersten Gruppenspiel gegen Katar hatte der HSV-Profi als Joker spät ins eigene Netz getroffen – noch dazu zum enttäuschenden 1:1-Endstand. Obendrein verpasste Muheim den Rest der am Ende doch erfolgreichen Vorrunde wegen einer Oberschenkelblessur.

Miro Muheim und Adrian Arnold auf dem Spielfeld in Santa Clara nach dem 1:1 gegen Katar.
Miro Muheim war der Unglücksrabe beim Schweizer WM-Auftakt.

„Ich habe versucht, positiv zu bleiben. Nach dem ersten Spiel und meiner Verletzung war das schwer“, gibt der 28-Jährige zu. „Da denkt man sich: ‚Puh, das ist schon hart.‘ Aber ich habe hart gearbeitet, um noch mal zurückzukommen. So konnte ich es für mich selbst ein bisschen wiedergutmachen.“ Denn er schaffte das Comeback: Beim 2:0 im Sechzehntelfinale gegen Algerien kehrte Muheim in den Kader zurück, in der Runde der letzten 16 wurde er sogar wieder eingewechselt – und erlebte als Einwechselspieler ein Drama gegen Kolumbien.

Die Schweiz kam bis ins Viertelfinale – dann kam Messi

Mit 4:3 siegte die „Nati“ im Elfmeterschießen und erreichte ihr Turnier-Ziel. „Das war ein Mega-Moment. Diese Emotionen und zu wissen, dass wir das Viertelfinale geschafft haben – etwas Historisches für die Schweiz“, weiß Muheim. „Das war sehr cool.“ Es wäre beinahe noch getoppt worden, doch gegen den späteren Finalisten Argentinien verloren die Schweizer mit 1:3 nach Verlängerung. Erneut war Muheim für Positionskonkurrent Ricardo Rodriguez in die Partie gekommen. Diesmal wartete aber der wohl stärkste WM-Gegenspieler überhaupt: Lionel Messi.

Miro Muheim wird am Turbinenplatz in Zürich beim Empfang der Schweizer Nati mit erhobenen Händen begrüßt.
Die WM-Fahrer um Miro Muheim wurden bei ihrer Rückkehr in die Schweiz frenetisch gefeiert.

„Ein paar Zweikämpfe“ habe er mit dem 39-jährigen Superstar geführt. „Er war immer mal auf meiner Seite“, erinnert sich Muheim. Und generell: „Es war eine super Erfahrung. Es war ein emotionales Spiel, ein bisschen unglücklich, weil wir in der Phase mit der Roten Karte die überlegene Mannschaft waren.“ Dann flog „Nati“-Stürmer Breel Embolo wegen einer Schwalbe vom Platz. „Da denkt man sich, es wäre mehr drin gewesen. Am Ende waren wir sehr gebrochen“, gesteht Muheim, der dennoch stolz ist: „Wie wir mit einem Mann weniger verteidigt haben, war cool und etwas, was ich nie vergessen werde. Es war insgesamt eine schöne Reise.“

Muheim hat „noch nicht nachgedacht“ über Vertragslage

Jetzt ist er zurück beim HSV. Am Montag stand in Herzogenaurach die erste Einheit des Sommers auf Vereinsebene für Muheim an. „Ich versuche, die Energie mitzunehmen“, sagt er über die Folgen des WM-Hypes. „Ich freue mich sehr auf die neue Saison.“ Stand jetzt wird es seine letzte als Hamburger sein, denn sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Noch geht Muheim mit dieser Situation laut eigener Aussage entspannt um.

„Ganz ehrlich: Ich war jetzt erst mal im Urlaub, habe nicht darüber geredet und noch nicht nachgedacht“, berichtet der WM-Held. „Ich kann nur sagen, dass ich den Verein sehr mag und dass ich mich hier wohlfühle. Aber zu allem anderen kann ich jetzt noch nichts sagen.“ Dann grinst Muheim wieder.

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