HSV-Ersatzkeeper Finn Böhmker (l.) in Karlsruhe.
  • Der bislang größte Tag seiner Karriere: Der erst 17 Jahre alte Finn Böhmker (l./neben Moritz Heyer) saß in Karlsruhe plötzlich auf der HSV-Bank.
  • Foto: WITTERS

Vorm 1:1 in Karlsruhe: HSV muss 17 Jahre alten Torwart einfliegen lassen!

Torwart-Turbulenzen dieser heftigen Art hatten sie beim HSV schon lange nicht mehr. Mit drei Keepern war das Team von Trainer Tim Walter am Freitag zum KSC aufgebrochen – doch das reichte noch lange nicht: Zwei der drei Schlussmänner fielen am Spieltag aus, am Ende musste der HSV den erst 17 Jahre alten A-Jugend-Keeper Finn Böhmker nach Karlsruhe nachreisen lassen.

Der HSV und sein Torwart-Problem in Karlsruhe. Stammkeeper Daniel Heuer Fernandes, der weiterhin unter Knieproblemen leidet, musste erneut passen. „Er hat am Morgen versucht, zu trainieren“, berichtete Walter. „Es ging auch recht gut, aber er hatte nicht das Gefühl, im, Tor stehen zu können.“ Stattdessen rückte Marko Johansson wieder in den Kasten.

Die HSV-Keeper Heuer Fernandes und Oppermann fielen aus

Damit nicht genug: Als Heuer Fernandes den Daumen senkte, war bereits klar, dass auch der ebenfalls mitgereiste Leo Oppermann ausfallen würde. Der 20-Jährige klagte in der Nacht vor dem Spiel plötzlich über Magen-Darm-Probleme und reiste Samstag zurück nach Hamburg. An seiner Stelle beorderte der HSV dann Böhmker nach Karlsruhe, wo er am Abend auf der Bank Platz nahm. Mehr Alternativen gab es auch nicht. Denn Routinier Tom Mickel, beim HSV eigentlich Keeper Nummer drei, fehlt seit Monaten wegen einer Schulterverletzung.


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Für Böhmker, der in dieser Saison vier Mal für die U19 in der Bundesliga Nord/Nordost zum Einsatz kam, war der Tag in Karlsruhe der bislang wohl größte Tag seiner Karriere. „Wenn man tagsüber hier her kommt und dann so ein Erlebnis hat, ist das für einen so jungen Kerl wichtig und schön“, so Walter.

HSV-Keeper Johansson überzeugte erneut

Die allerdings wichtigste Torwart-Erkenntnis des Tages lieferte Johansson. Der 23 Jahre alte Schwede parierte beim 1:1 wie schon in der Vorwoche gegen Kiel (ebenfalls 1:1) mehrfach stark und zeigte, dass auf ihn Verlass ist.

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