Verein und Spieler einig: Dieses HSV-Talent soll im Sommer gehen
Zweieinhalb Jahre ist es her, da wurde Bilal Yalcinkaya in Hamburg als kleiner Held gefeiert. Als frisch gebackener U17-Weltmeister kehrte der Offensivmann im Dezember 2023 aus Indonesien nach Hamburg zurück und sollte fortan – so der Plan – mehr und mehr bei den Profis seine Chance nutzen. Daraus aber wurde bislang nichts. Nun steht fest: Der 20-Jährige soll den HSV im Sommer verlassen und bei einem anderen Verein reifen.
Gerade mal zwei Wochen ist es her, da wurden die Fans im Volkspark Zeugen einer Einwechslung, die Erinnerungen weckte. Beim 1:2 gegen Hoffenheim brachten die Kraichgauer kurz vor dem Ende Max Moerstedt ins Spiel. Der Angreifer zählte wie Yalcinkaya zum glorreichen U17-Jahrgang des DFB, der neben dem WM- auch den EM-Titel abgesahnt hatte. Doch während Moerstedt oder auch Abwehrmann Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) bereits den Durchbruch im Profifußball schafften, stockt Yalcinkayas Karriereweg beim HSV.
HSV-Talent Bilal Yalcinkaya zog sich einen Fußbruch zu
Bislang lief es nicht so, wie es sich beide Seiten nach dem Titelgewinn mit den deutschen Junioren erhofft hatten. Auf seinen ersten Profi-Einsatz wartet das Talent noch immer und litt zudem immer wieder unter Verletzungen. Insbesondere diese Spielzeit hätte schlimmer nicht beginnen können. Zum Saisonstart zog sich Yalcinkaya bei der U21 einen Fußbruch zu und musste sieben Monate lang pausieren. Immerhin: Seit seinem Comeback ist er Stammspieler im Regionalliga-Team, absolvierte seit Ende Februar zehn Spiele in Folge (ein Tor, eine Vorlage).

Dennoch: Sowohl der HSV als auch Yalcinkaya sind sich einig, dass sich die Wege im Sommer trennen sollen – weil der Wirbelwind, der auf beiden Flügeln und zentral einsetzbar ist, den nächsten Schritt machen und sich entwickeln soll. Das ist beim HSV aufgrund der enormen Konkurrenz so gut wie ausgeschlossen.
Yalcinkaya könnte vom HSV zu einem Drittligisten wechseln
Yalcinkaya soll in eine höhere Klasse wechseln und dort Spielpraxis sammeln. Nach MOPO-Informationen wäre das Wunsch-Szenario ein Deal mit einem ambitionierten Drittligisten, weil die Einsatzchancen und Entwicklungsmöglichkeiten dort vermutlich am höchsten wären. Erste Interessenten soll es bereits geben, auch das benachbarte Ausland (Niederlande, Dänemark) spielt eine Rolle. So war es übrigens auch schon im vergangenen Sommer vorgesehen – ehe Yalcinkayas Verletzung die Pläne zunichte machte.

Noch nicht geklärt ist, ob das Talent wirklich nur verliehen oder sogar verkauft werden soll. Ein denkbares Modell wäre eine Leihe ohne Kaufoption oder aber eine Rückkaufoption für den HSV. Auf keinen Fall wollen sich die Bosse im Volkspark den Vorwurf gefallen lassen, von der womöglich guten Entwicklung ihres Eigengewächses nicht auch selbst profitieren zu können.
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Bevor es zum Abschied kommen könnte, steht Yalcinkaya allerdings noch ein heißer Tanz im HSV-Dress bevor. Am Sonntag (15 Uhr) steigt das Regionalliga-Derby beim FC St. Pauli. Zum Abschluss geht es nach Lohne (16. Mai). Ab Sommer dann soll Yalcinkaya möglichst woanders die nächsten Schritte setzen.
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