HSV-Profi Nicolai Remberg (r.) und seine Kollegen bejubeln das Tor zum 3:1 gegen Union Berlin.

HSV-Profi Nicolai Remberg (r.) und seine Kollegen bejubeln einen Treffer. Wann aber spielen sie am erfolgreichsten? Foto: IMAGO/Eibner

Verblüffende Zahlen! Diese Anstoßzeiten verleihen den HSV-Profis Flügel

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Als die DFL am vergangenen Freitag die restlichen Spieltage dieser Saison taggenau fixierte, fiel zahlreichen HSV-Anhängern ein Stein vom Herzen. Nur noch einmal müssen die Rothosen in dieser Spielzeit am eher ungeliebten Sonntag ran, fünf der ausstehenden sieben Partien steigen samstags. So weit, so klar. Aber ist das auch wirklich gut für den Aufsteiger? An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit punktet der HSV eigentlich besonders gut? Die MOPO rechnete nach und kam zu einem genauso klaren wie verblüffenden Ergebnis.

Flutlichtspiele bringen die Augen vieler Fußball-Profis und ihrer Anhänger zum Strahlen. Wenn die großen Lichter oberhalb der Stadiondächer angeschaltet werden, verleihen sie Partien einen besonderen Glanz und sorgen nicht selten für große Gefühle. Den HSV aber scheint das grelle Scheinwerferlicht eher zu hemmen als zu beflügeln, das zeigen die Daten dieser Saison.

Nachmittags punktet der HSV dreimal so gut wie abends

Abends geht für den HSV in der Regel nicht viel – nachmittags dafür umso mehr. Diesen Beleg liefern die bislang absolvierten 27 Saisonpartien. Die erstaunliche Statistik: In seinen Nachmittagsspielen punktet der HSV fast dreimal so gut wie abends!


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17-mal wurden HSV-Partien in dieser Saison nachmittags angepfiffen, entweder samstags (15.30 Uhr) oder sonntags (15.30 und 17.30 Uhr). 25 Zähler (und damit 1,47 Punkte pro Spiel) holten die Profis von Trainer Merlin Polzin aus diesen Begegnungen. Im krassen Gegensatz dazu steht die Ausbeute an den Abenden (Freitag, Samstag, Sonntag und die an einem Mittwoch ausgetragene Partie gegen Leverkusen). Da sprangen aus zehn Partien nur mickrige fünf Zähler heraus – macht im Schnitt 0,5 Pünktchen pro Abendspiel.

Ist der Druck in Abendspielen für den HSV größer?

Nur bloßer Zufall? Oder sind Anspannung und Druck womöglich etwas größer, wenn der HSV bei Abendspielen ein Alleinstellungsmerkmal genießt, parallel keine anderen Partien ausgetragen werden und die Konkurrenz genau hinsieht?

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In jedem Fall ist ein Muster erkennbar. An allen drei Nachmittagsterminen punktet der HSV überdurchschnittlich gut. 1,25 Zähler holt er samstags um 15.30 Uhr (15 Punkte aus zwölf Spielen), sogar satte 2,0 Punkte, wenn er am Sonntag um 15.30 Uhr (sechs Punkte aus drei Spielen) oder 17.30 Uhr (vier aus zwei) antritt.

Der HSV muss in dieser Saison nur noch einmal abends ran

Insofern dürften die Termine bis zum Saisonende für gute Laune bei den Profis gesorgt haben. Gleich sechs der sieben noch ausstehenden Spiele steigen an Nachmittagen – viermal samstags um 15.30 Uhr (gegen Augsburg, in Bremen, Frankfurt und Leverkusen), je einmal sonntags um 15.30 Uhr (gegen Freiburg) und 17.30 Uhr (in Stuttgart). Nur Hoffenheim kommt an einem Samstagabend (18.30 Uhr) in den Volkspark. Sollte der HSV nachmittags weiterhin seinen Dienst so gut wie bislang erfüllen, könnte er dann zur Topspiel-Zeit sogar eine Niederlage verkraften … 

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