Die HSV-Profis freuen sich nach dem 2:1-Sieg in Wolfsburg

Ein Sieg, der viele Emotionen hervorbrachte: Die HSV-Profis bejubeln ihr 2:1 in Wolfsburg. Doch auch diese Partie hätte gut und gern anders ausgehen können. Foto: imago/Beautiful Sports

Überraschende Tabelle: So stünde der HSV, wenn jede Torchance ein Treffer wäre

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Einige Punkte werden sie in den verbleibenden Partien noch brauchen, um im Mai den Klassenerhalt feiern zu können. Doch nach den bislang absolvierten 25 Spieltagen lässt sich feststellen: Der HSV ist mehr als im Soll. Mit 29 Zählern rangiert der Aufsteiger auf Rang zehn und besitzt aktuell ein beruhigendes Polster von fünf Zählern auf den Relegationsplatz. Dass es allerdings auch anders aussehen könnte, beweist die xGoals-Tabelle: Wo stünde der HSV eigentlich, wenn die Hamburger und ihre Gegner an jedem Spieltag exakt so oft treffen würden, wie es die Torchancen ermöglichen? Das Tableau zeigt ein durchaus überraschendes Bild.

Seit Jahren zählen die xGoals zu den wichtigen Parametern im Profi-Fußball. Sinn und Zweck: Sie sagen aus, wie viele Tore eine Mannschaft in einem Spiel (angesichts ihrer Chancen) im Normalfall hätte erzielen müssen. Nicht selten aber weicht das tatsächliche Resultat von diesen Werten ab. Ein gutes Beispiel: Obwohl der HSV zuletzt in Wolfsburg 2:1 gewann, lagen die „Wölfe“ in der xGoal-Statistik laut bundesliga.de mit 2,89 zu 2,54 vorn, versiebten aber zahlreiche Hochkaräter.

Nach xGoals hätte der HSV weniger Punkte

Wie aber sähe die Bundesliga-Tabelle aus, wenn alle Mannschaften immer entsprechend ihrer erarbeiteten Chancen treffen würden? Zugegeben, eine Spielerei. Aber eine, die offenbart, wie viele Punkte und Tore die Teams tatsächlich verdient hätten. Das Portal „fotmob“ machte sich die Mühe, ein Tableau zu erstellen.


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Die gute Nachricht: Der HSV stünde in diesem Fall noch immer über dem Strich. Aber: Er wäre als 14. der Tabelle vier Ränge schlechter platziert und hätte auch nur lediglich einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. Laut xGoals-Tabelle hätten die Profis von Trainer Merlin Polzin einen Punkt weniger als aktuell in der Liga auf dem Konto (28 statt 29). Auffällig: Der HSV erzielte bislang fast drei Tore weniger als es die Chancen hergaben (28 statt 31), hätte im Gegenzug aber auch fünf Treffer mehr kassieren müssen (41 statt tatsächlich 36). Es sind Zahlen, die belegen, dass HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes eine starke Saison spielt und seine Kollegen in der Offensive zu viele Gelegenheiten auslassen.

St. Pauli rangiert in der xGoals-Tabelle auf dem letzten Platz

Nimmt man die xGoals-Tabelle als Maßstab, ergäben sich einige Überraschungen. Schlusslicht der Liga wäre der FC St. Pauli, obwohl er wie in der Realität 24 Punkte gesammelt hätte. Aber: Heidenheim, im wahren Leben Tabellenletzter, hätte satte elf Zähler mehr auf dem Konto (25 statt 14)! Der FCH erzielte bislang zehn Tore weniger als es die Chancen hergaben und kassierte zudem sieben Treffer mehr. Auf dem Relegationsplatz stünde Wolfsburg (27 Punkte), hinter den punktgleichen Augsburgern – und dem HSV.

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Und oben? xGoals hin und oder her, an der Vormachtstellung des FC Bayern ist so oder so nicht zu rütteln. Die Münchner hätten zwar vier Zähler weniger Punkte auf dem Konto (62 statt 66), lägen aber sogar 18 Punkte vor dem ersten Verfolger Dortmund (44 statt 55 Punkte). Größter Gewinner in dem Tableau wäre übrigens Mainz 05 (Tabellenzehnter statt 15.). Was man daraus lernt? Sich Torchancen zu erarbeiten, ist schön und gut. Am Ende aber zählt das, was dabei herauskommt. Da dürften diesmal sowohl die Fans des HSV wie auch des FC St. Pauli mit Blick auf die wahre Tabelle zustimmen.

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