Das Hinspiel gewann St. Pauli vor stimmungsvoller Kulisse im Volkspark mit 2:0 gegen den HSV.

Die Fans sind heiß auf das zweite Saison-Duell des FC St. Pauli mit dem HSV. Doch vor dem Anpfiff ist große Vorsicht geboten. Foto: imago/Claus Bergmann

Über 2500 Euro! Vorsicht vor diesen Derby-Tickets – Anbieter ignoriert Urteil

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Alle wollen hin, doch nur etwas mehr als 29.000 Fans werden am Freitagabend zu den Glücklichen zählen. Hamburgs Stadtderby wirft seine Schatten voraus, verzweifelt versuchen zahlreiche Anhänger noch irgendwie an Tickets für die Partie des FC St. Pauli gegen den HSV zu kommen. Allerdings ist höchste Vorsicht geboten: Wer nicht aufpasst, kann vor dem Anpfiff sehr viel Geld ausgeben – und dann am Millerntor vor verschlossenen Stadiontoren stehen.

Die Versuchung ist groß. Wer auf Internet-Suchmasken Begriffe wie „Stadtderby“, „St.Pauli“, „HSV“ und „Tickets“ eingibt, stößt sehr schnell auf vermeintliche Möglichkeiten, sich auf den letzten Drücker noch Karten für Hamburgs Fußball-Gipfel sichern zu können. Doch die Freude dürfte in diesen Fällen schnell dem Frust weichen. Und einem leeren Portemonnaie.

Bei Viagogo werden noch immer Karten für das Stadtduell angeboten

Es sind die üblichen Verdächtigen. Auch vor dem Stadtduell bietet „Viagogo“ noch mehrere Karten für die Partie an. Die Preise sind saftig, die Tickets höchstwahrscheinlich gefälscht. Am Mittwoch wurden über die Plattform noch sechs Karten für verschiedene Stadion-Bereiche am Millerntor angeboten. Das teuerste für 2548 Euro (Gegengerade), etwas weniger kostet ein angeblicher Platz auf der Nordtribüne (1893 Euro). Dagegen ist die angebotene Karte für den Bereich C auf der Südtribüne mit 270 Euro fast schon ein Schnäppchen. Das Problem: Keines dieser Tickets berechtigt dazu, überhaupt ins Stadion zu gelangen.

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Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Kurios: Erst Anfang Januar hatte der FC St. Pauli einen wichtigen juristischen Erfolg erzielt. Demnach entschied das Landgericht Hamburg, dass Viagogo künftig klar und gut sichtbar darauf hinweisen müsse, dass über die Plattform erworbene Tickets nicht zum Zutritt des Stadions berechtigen. Doch davon kann auch im Rahmen der Ticket-Angebote für das Stadtduell keine Rede sein.

Auch der HSV warnt vor dubiosen Ticket-Zweitmärkten

Auch der HSV warnt auf seiner Homepage grundsätzlich und ausdrücklich davor, Tickets auf dem Zweitmarkt zu erwerben. Neben Viagogo werden auch bei Plattformen wie kleinanzeigen.de und ticketbande.de Derby-Karten für bis zu 800 Euro angeboten.

Tatsächlich gibt es kaum noch eine Chance, risikofrei an eine Karte für das Stadtderby zu gelangen. Einzig die Zweitmärkte der Vereine sind seriöse Quellen. Auf Seiten St. Paulis können Fans, die verhindert sind, ihre Karten bis drei Stunden vorm Anpfiff (20.30 Uhr) online anbieten. HSV-Anhänger hingegen mussten ihre Karten bis vergangenen Freitag stornieren. Betreffende Tickets wurden dann über den Online-Shop neu angeboten.

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Grundsätzlich aber gilt: Wer bislang keine Karte für das Stadtduell hat, sollte es sich am besten vor dem Fernseher bequem machen – und nicht aufgrund fragwürdiger Online-Angebote die Nerven verlieren.

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