HSV-Profi Daniel Elfadli liefert sich einen Zweikampf mit dem Stuttgarter Ermedin Demirovic.

Besonderes Erlebnis: HSV-Profi Daniel Elfadli (r.) im Duell mit Stuttgarts Ermedin Demirovic Foto: WITTERS

Trotz Klatsche in Stuttgart: Für einen HSV-Profi ging ein Traum in Erfüllung

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Es war nicht viel Raum für Freude an diesem tristen HSV-Abend in Stuttgart, dazu waren das 0:4 und die Umstände der Pleite zu ernüchternd. Und doch wird zumindest ein HSV-Profi die Partie im Nachgang mit zumindest einem kleinen Gefühl des Stolzes abhaken können: Für Daniel Elfadli erfüllte sich in Stuttgart ein Karrieretraum. Vorangegangen war allerdings ein ernstes Gespräch mit seinem Trainer.

Er traute sich kaum, seine Freude mit Worten zu untermalen, dazu war die Leistung des HSV insgesamt zu schlecht. Doch als Elfadli nach Abpfiff zur Besonderheit der Partie gefragt wurde, machte er aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Für mich persönlich ist natürlich ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen“, stellte der Abwehrspieler fest, der in Leonberg, rund 20 Kilometer von Stuttgart entfernt, aufwuchs. „Als Junge war ich hier im Stadion und habe davon geträumt, hier zu spielen.“

HSV-Profi Elfadli besorgte 15 Tickets für seinen Anhang

Eine Partie mit 29 Jahren Anlauf. Erst spät kam Elfadlis Karriere in Schwung, dann aber gewaltig. Nun der Zwischenstopp in der schwäbischen Heimat und in der MHP Arena, dem früheren Sehnsuchtsort. 15 Tickets für Familienmitglieder und Freunde besorgte der HSV-Profi, stellte allerdings auch fest: „Man hat sich natürlich einen anderen Ausgang gewünscht.“


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Dass Elfadli erstmals seit Anfang März (und dem 2:1 in Wolfsburg) mal wieder in der Startelf stand und sich seinen Stuttgart-Traum erfüllen konnte, war in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass Luka Vuskovic verletzt ausfiel. Zuvor musste er sich einige klare Worte von Merlin Polzin anhören. Der Trainer erklärte Elfadli genau, was er von ihm erwartet – und was er künftig nicht mehr von ihm sehen will. Denn gleich fünfmal in dieser Saison handelte sich der Deutsch-Libyer frühzeitig Gelbe Karten ein und wurde damit zum Sicherheitsrisiko. Einmal (Mitte Januar in Freiburg) sah er sogar Gelb-Rot. Auch aus diesen Gründen verlor Elfadli seinen Stammplatz, den er zwischenzeitlich inne hatte.

Elfadli blickt selbstkritisch auf seine HSV-Auftritte zurück

„Ich weiß selbst, was ich falsch gemacht habe und was ich besser machen muss“, stellte der im Sommer 2024 aus Magdeburg zum HSV gekommene Elfadli fest. „Da bin ich selbstkritisch. Ich saß zu Recht auf der Bank und musste mich dann hinten anstellen und wieder reinarbeiten.“ Und weiter: „Mit den Karten schade ich meiner Mannschaft am meisten und muss, wenn ich Gelb habe, anders spielen. Das war so ein Thema bei mir. Dessen bin ich mir bewusst. Es geht weniger um mich, sondern darum, dass wir als Mannschaft einfach Punkte holen.“

Sätze, die verdeutlichen, dass Polzin klare Worte gefunden haben wird, um Elfadli seine zwischenzeitliche Degradierung zu erklären. Bei seinem emotionalen Heimspiel in Stuttgart nun erlaubte sich der zuvor Gescholtene keine gravierenden Patzer, ging im VfB-Wirbel allerdings mit unter. Als Beleg dafür, dass er bei Polzin dennoch einen eher schweren Stand hat, diente seine Auswechslung nach 72 Minuten. Für Nicolás Capaldo musste Elfadli weichen – nicht Abwehrkollege Warmed Omari, dessen Auftritt deutlich schwächer einzuordnen war. Dabei wäre auch dieser Positionswechsel eins zu eins möglich gewesen.

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Auch am kommenden Samstag in Bremen (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) dürfte für Elfadli nur Platz auf der Bank bleiben, dann ist Vuskovic wieder fest eingeplant. „Aber wir fahren mit breiter Brust dahin“, verspricht Elfadli. „Es bleibt nicht viel Zeit, um nachzudenken. Deshalb: Vollgas!“ Damit der Klassenerhalt zügig eingetütet wird – und sich Elfadli in der kommenden Saison die Chance zu einem deutlich positiveren Stuttgart-Erlebnis bieten könnte.

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