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Transfer-Poker: Holt der HSV einen Ex-Kiezkicker als neuen Abwehrchef?

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Der Peruaner Carlos Zambrano (r.) spielte zuletzt in der Schweiz für den FC Basel.

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picture alliance/dpa

In acht Tagen startet der HSV gegen Darmstadt 98 in die Zweitliga-Saison, der personelle Umbruch im Kader ist aber längst noch nicht abgeschlossen. Trainer Dieter Hecking drängt auf Verstärkungen, zudem sollen Spieler den Verein verlassen, mit denen er nicht plant. Ein Wechsel steht im Abwehrzentrum bevor: David Bates ist out - und Carlos Zambrano in?

Der 30-jährige Verteidiger, mit Peru als Stammkraft gerade erst im Finale der Copa America an Gastgeber Brasilien gescheitert, stand schon vor einem Jahr beim HSV auf der Wunschliste. Damals nahm Sportchef Ralf Becker Kontakt zu Zambrano auf, der sich trotz des Abstiegs einen Wechsel nach Hamburg vorstellen konnte. Doch finanziell wurde man sich nicht einig, der HSV hielt an seinem harten Sparkurs fest.

Sportchef Boldt will in Kader investieren

Becker-Nachfolger Jonas Boldt aber sieht das anders. Kürzlich betonte er, dass man weiter in den Kader investieren müsse, um die Chance auf die Bundesliga-Rückkehr zu erhöhen. Wie die MOPO aus dem Umfeld des Spielers erfuhr, schreckt Zambrano die Zweite Liga nicht ab. Die Aufgabe, den HSV ins Oberhaus zu führen, würde ihn reizen. Schlagen Boldt und Hecking zu?

Zambrano spielte zuletzt für Basel

Die Abwehr-Kante hofft auf ein Comeback in der alten Heimat, für Schalke 04, den FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt absolvierte er 137 Erstliga- und zehn Zweitligaspiele. 2016 wechselte Zambrano nach Russland zu Rubin Kazan, wurde ein Jahr später zum griechischen Klub PAOK Saloniki verliehen, schloss sich im Januar 2018 Dynamo Kiew in der Ukraine an, ehe er ein halbes Jahr darauf erneut auf Leihbasis in die Schweiz zum FC Basel weiterzog.

Peruaner will nicht zurück in die Ukraine

Trotz Vertrags bis 2021 will Zambrano nicht mehr für Kiew spielen. „Im schlimmsten Fall muss ich in die Ukraine zurück“, sagte er der peruanischen Zeitung „El Comercio“ und wurde deutlich: „Ich fühle mich in Kiew wegen einiger Probleme, die wir in der Mannschaft hatten, nicht wohl.“

Zwei Angebote von deutschen Klubs

Sein Traumziel? Deutschland! „Es wäre schön, zurückzukehren. Ja, ich würde es lieben“, betonte Zambrano und verriet: „Ich habe zwei Angebote von deutschen Klubs. Mein Berater kümmert sich und befindet sich in konkreten Verhandlungen.“ Er sei bereit, seine Koffer zu packen, versicherte der Peruaner - sobald eine finanzielle Einigung erzielt werde.